Die Komponistin, Cellistin, Improvisatorin und Kuratorin Violeta García aus Buenos Aires lebt seit ihrem Studium an der Hochschule der Künste zeitweise in Bern und ist hierzulande nicht nur als Solokünstlerin, sondern auch für die schweisstreibenden Konzerte ihrer latinx experimental grrrl noise punk rock-Band Blanco Teta bekannt. 2023 präsentierte sie mit «Sound Appropriations #1» in der Dampfzentrale eine herausfordernde Live-Performance mit einem international besetzten Ensemble von transdisziplinären Künstler*innen. Diese Uraufführung erforschte die Grenzen der Wahrnehmung, oszilliert zwischen Schmerz und Lust, und erkundete die Möglichkeiten, durch Rituale Klänge und Raum zu erkunden. Seither sind sich die Musikerin und das Haus eng verbunden geblieben.
In den vergangenen Jahren hat Violeta mit ihren hybriden Solokonzerten, bei denen sie erweiterte Cellotechniken anwendet und damit zu einer stimmigen Mischung aus minimalistischer zeitgenössischer Musik, dunklen Ambient-Klängen und elektronischem Noise findet, auch an internationalen Festivals wie Rewire gespielt.
Violeta García ist seit der Saison 2026/2027 Associated Artist der Dampfzentrale Bern.
Die klassisch ausgebildete Flötistin Marie Delprat spielte lange Barockmusik in Ensembles für Alte Musik, baute sich aber über die Jahre ein zweites Standbein in einer radikalen musikalischen Parallelwelt auf. In der 2020 in der Dampfzentrale uraufgeführten, transdisziplinären Produktion «Rage(s)» konnte man sie erstmals als Exponentin einer Musik zwischen Noise, Dark Ambient und Drone Music entdecken. Dieser Auftritt war zugleich die Initialzündung für Delprat um in Betracht zu ziehen, elektronische Livemusik ausserhalb des Rahmens einer choreografierten Produktion, und stattdessen als reines Konzert zu spielen. Das tat sie erstmals 2021, wiederum in der Dampfzentrale, und in den folgenden Jahren dann auf der ganzen Welt. «LIMBO» von 2022 und «Ethereal Realms – all fiction is metaphor» von 2024 (inspiriert von Ursula K. Le Guins feministischem Science-Fiction-Roman «The Left Hand of Darkness» von 1969) waren wiederum beides aufwändige, immersive Live-Klanginstallation mit Marie Delprat als Performerin/Musikerin im Mittelpunkt. Beide wurden in der Dampfzentrale uraufgeführt.
2026, nun endgültig auch zur Solomusikerin mutiert, erscheint beim renommierten Zürcher Label -ous records ihre Debut-EP «What remains after desire» und sie spielt an einem der wichtigsten internationalen Elektronikfestivals, MUTEK in Montréal.
Marie Delprat ist seit der Saison 2024/2025 Associated Artist der Dampfzentrale Bern
Die Dampfzentrale Bern und ihre Associated Artists verstehen sich als Partner*innen, gemeinsam verwirklichen sie Ideen, die sie jeweils ohne einander nicht umsetzten könnten. Die Programmmacher*innen Roger Ziegler und Anneli Binder gehen zudem in einen engen künstlerischen Austausch mit den Associated Artists.
Die Künstler*innen treten ihrerseits als Multiplikator*innen und Botschafter*innen für die Dampfzentrale Bern auf.
In der Vergangenheit waren folgende Künstler*innen jeweils während 2 Jahren Associated Artist der Dampfzentrale Bern:
Rea Dubach
Natascha Moschini
Merz
Kollektiv F
Zimoun
Michael Wälti
Julian Sartorius
Emma Murray
Pink Mama Theater
DeRothfils