Die Arbeit von Phill Niblock (*1933) verändert die gewohnte Wahrnehmung und lässt einen die Zeit vergessen. Die Konzentration auf kleinste Frequenzveränderungen bei sehr hoher Lautstärke über eine längere Dauer entheben die Zuhörer*innen der linearen Zeitwahrnehmung. Dazu trägt auch die räumliche Dimension der Musik bei, die sie als «environment» umhüllt.

Niblock verarbeitet lang gezogene Töne oder Akkorde, meist einzelner Instrumente, auf 24 Spuren, wobei er einen akustischen Schwebezustand schafft, in dem alles immer am gleichen Ort und immer in Bewegung scheint. Dazu kommen Filmarbeiten, die er in der Grossen Halle der Reitschule abspielen wird. Meist sind es Aufnahmen aus seinem seit den 1960er-Jahren beständig wachsenden Korpus «The Movements Of People Working», in dem Menschen rund um den Globus beim Verrichten von alltäglichen Arbeiten gezeigt werden. Diese Aufnahmen sollen weder die Musik bebildern noch semantisch mit ihr interagieren. Film und Musik treten in einen einzigartigen freien Dialog.

Gastmusiker*innen aus Italien, Frankreich und der Schweiz werden eine weitere Dimension in dieses musikalische Abenteuer bringen.

Dieser Anlass ist eine Kooperation von zoom-in Festival und Saint Ghetto.

Für diese Veranstaltung gilt allgemeine Maskenpflicht. Angabe von Kontaktdaten zwecks Contact Tracing sind obligatorisch.

Phill Niblock (US), Komposition
Shifter Ensemble (IT), E-Gitarren
Christian Kobi (CH), Saxophon
Deborah Walker (IT), Cello
Konus Quartett (CH), Saxophone
Dafne Vicente-Sandoval (F), Fagott

Zoom-In dankt:

Stadt Bern, Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Migros Aare, Stanley Thomas Johnson Stiftung, HMSL, Bürgi Willert Stiftung, Stiftung GVB