Auf Anweisung des Kantons bleibt die Dampfzentrale wie alle Theater bis zum 7. Dezember geschlossen. Davon betroffen sind alle Vorstellungen.

soft ist der Fransensaum einer kurzen Jeans
soft ist dunkel
soft ist der Flaum auf meiner Oberlippe
soft ist ein Netz aus Venen über mein Gesicht gespannt
soft ist ein Atem im Nacken

SOFT TISSUE ist eine Odyssee entlang aufgeriebener erogener Zonen, welche, öffentlich und intim zugleich, politische Territorien verhandeln. In ihrer ersten abendfüllendenProduktion untersuchen Moschini/Popall Darstellungen sexualisierter Gewalt im Spannungsfeld zwischen Erotisierung und Tabu. Gemeinsam mit soft, eine Figur, welche die sinnliche Welt beider besiedelt, durchwandern sie verklebtes Gewebe und werfen Fragen nach Lust, Verletzlichkeit und Täter*innenschaft auf. Das Publikum wird dazu eingeladen Zeug*in ihrer Worte und Gesten zu werden.

In der Zusammenarbeit von Natascha Moschini und Marie Popall als Performance-Duo Moschini/Popall entstand im Rahmen des BONE Festivals für Performancekunst 2016 die Performance A LOVERS´ BATH. Ihre zweite Arbeit VOLCANO entwickelten sie für die Kurzstückplattform Inkubator ’18 am Fabriktheater der Roten Fabrik Zürich uns im Rahmen von trial & error, eine kühne Plattform für Choreographie in der Dampfzentrale Bern. SOFT TISSUE ist ihre erste abendfüllende Stückentwicklung, mit der sie bereits erfolgreich an zahlreichen Spielorten der Schweiz zu sehen waren.

Konzept, Performance: Natascha Moschini & Marie Popall
Bühne: Lilli Unger
Dramaturgie: Thomas Schaupp
Sound: Zooey Agro
Produktionsleitung: Kathrin Walde

Eine Koproduktion von Dampfzentrale Bern, ROXY Birsfelden, Fabriktheater Rote Fabrik Zürich, Südpol Luzern.
Das Projekt wird begleitet von Danse & Dramaturgie, einem Programm initiiert von Théâtre Sévelin 36, in Zusammenarbeit mit der Dampfzentrale Bern, Tanzhaus Zürich, TU-Théâtre de l’Usine, ROXY Birsfelden.
Mit Unterstützung von Pro Helvetia und SSA Société Suisse des Auteurs.
Gefördert durch Fachausschuss Tanz und Theater BS/BL, Ernst Göhner Stiftung, Kultur Stadt Bern, Burgergemeinde Bern, Schweizerische Interpretengesellschaft SIS, Swisslos Kanton Bern.

Fotocredits: Philip Frowein