Ausgehend von der Initiative und Einladung des Vereins «Carl Spitteler – 100 Jahre Literaturnobelpreis» hat das ensemble proton bern ein Konzertprojekt zum Thema Nobelpreis konzipiert. In den geplanten Aufführungen spielen Uraufführungen genauso eine Rolle wie die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Phänomen Nobelpreis. Das Künstlerische und das Wissenschaftliche, das Musikalische und das Literarische sollen sich ergänzen und gegenseitig befruchten. Fixiert sind die Komponisten, welche dem ensemble proton bern neue Werke auf den Leib schneidern werden: mit Gérard Zinsstag und Thomas Kessler konnten zwei namhafte, erfahrene und immer wieder von neuem inspirierende Persönlichkeiten für das Projekt gewonnen werden. Sie werden beide je ein Werk von ungefähr 20 Minuten Dauer für das Ensemble komponieren. Thomas Kessler wurde ausgewählt, um zum Thema «Carl Spitteler» zu schreiben. Wir sind auf seine Annäherung an den Literaturnobelpreis-Träger von 1919 sehr neugierig! Mit Gérard Zinsstag verbindet uns eine lange Geschichte und Freundschaft. Wir haben immer wieder Werke von ihm aufgeführt, ihm mit «Cher Gérard» sogar ein Portrait-Konzert zum Geburtstag geschenkt. Nun ist es Zeit, dass wir auch ein uns auf den Leib geschneidertes Werk kriegen: wir sind stolz und dankbar, dass er den Kompositionsauftrag angenommen hat. Er wird in einer noch zu definierenden Art auf das Phänomen «Nobel» eingehen. Abgerundet wird das Konzert mit Beiträgen von Matto Kämpf als Live-Faktotum.

Programm

Zinsstag, Gérard (*1941)
Vier Affekte (2019) UA

Kessler, Thomas (*1937)
Neues Werk (2019) UA

Credits

Dirigent: Matthias Kuhn. Live-Faktotum: Matto Kämpf. Flöte: Bettina Berger. Lupophon: Martin Bliggenstorfer. Klarinette: Richard Haynes. Kontraforte: Elise Jacoberger. Harfe: Vera Schnider. Klavier: Samuel Fried. Violine: Maximilian Haft. Violoncello: Jan-Filip Ťupa.