Das Aufbegehren ist ein Wesenszug der Neuen Musik: Nie mit dem zufrieden sein, was die Vergangenheit mit sich bringt. Nach neuen Wegen, nach unerhörten Lösungen suchen. Gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen, mit den subtilen Mitteln der Klangkunst. Möglicherweise hat diese Art des Musizieren Spuren hinterlassen im zehnten Jahr des Bestehens von ensemble proton bern. Auch hier wurde in den letzten Monaten Altes über Bord geworfen, neue Lösungen und Kommunikationsformen erprobt, relevante Themen angepackt, die Zukunft geformt. Michael Kaufmann, Präsident des Vereins Teilchenbeschleuniger – Verein zur Unterstützung zeitgenössischer Musik, erörtert im Gespräch mit den Komponisten der Uraufführungen, Michael Pelzel und Stefan Wirth, die gesellschaftliche Brisanz neuester Musik und die Frage, ob man sich in der Welt der Kunst auch mal terrible benehmen muss, um dem Neuen Gehör zu verschaffen.

Programm

Kessler, Thomas (*1937): My lady soul (2019) UA, com

Pelzel, Michael (*1978): New Work (2020) UA, com

Wirth, Stefan (*1975): New Work (2020) UA, com

 

Credits

Flöte: Bettina Berger
Lupophon: Martin Bliggenstorfer
Klarinette: Richard Haynes
Kontraforte: Elise Jacoberger
Harfe: Vera Schnider
Klavier: Samuel Fried
Violine: Maximilian Haft
Violoncello: Jan-Filip Ťupa

Foto: Oliver Oettli