Wenn sich eine Künstlerin symbolisch mit Lorbeer (Laurel) kränzt und darüber noch einen Heiligenschein (Halo) leuchten lässt, weckt das hohe Erwartungen. Ina Cube alias Laurel Halo aus Michigan will nichts weiter tun, als überwältigende Musik erschaffen. Die derzeit in Brooklyn ansässige Produzentin, Musikerin und Sängerin hat bislang mit ihrer Mischung aus Synth-Pop, psychedelischem Ambient und abstrakten Klanglandschaften für Furore gesorgt. Das britische Avantgarde-Musikmagazin Wire wählte ihr Debütalbum «Quarantine» prompt zum Album des Jahres 2012. Ein Jahr später weitete sie mit dem zweiten Album das Klangspektrum weiter aus und verzichtete gänzlich auf Vocals. In «Chance Of Rain» kontrastieren scharfkantig geschliffene Beats mit blechernem Scheppern. Dabei dringt nebst dem Techno-Erbe ihrer Heimatstadt Detroit stets der spirituelle Freejazz der 1970er Jahre durch. Laurel Halo beweist auch live, dass ihr Künstlername nicht von ungefähr kommt.

Er ist Mitentwickler der Musiksoftware «Ableton Live», lehrt als Professor für Sounddesign an der Berliner Universität der Künste und produziert seit 20 Jahren elektronische Musik. Der Münchner Robert Henke alias Monolake unterscheidet sich von anderen Minimal-Produzenten durch Komplexität und Klangreichtum. Mit Performances und multimedialen Installationen, die er seit 2000 unter anderem in der Londoner Tate Modern, im Pariser Centre Pompidou oder am Sónar-Festival Barcelona aufführt, hat er einen breiteren Bekanntheitsgrad erlangt. Auf seinem neuen und achten Album «Ghosts» erschafft Monolake einen gestochen scharfen, fremdartigen Klangraum, der eine elektrisierende Anziehung erzeugt.

Passend dazu experimentiert die in Barcelona und Berlin lebende kolumbianische Künstlerin Lucrecia Dalt zum Auftakt mit repetitiven Soundcollagen und verschwommenem Gesang an einem spannungsgeladenen Ambient-Sound.

Afterparty mit Heiko (IR/OR)