| Festivalpass (20.-23.11.2025) | CHF 120.- |
| Donnerstag | CHF 35.- / 40.- / 50.- |
| Freitag / Samstag (pro Tag) | CHF 40.- / 45.- / 60.- |
| Sonntag | CHF 25.- / 30.- / 40.- |
| Nachtprogramm only (FR/SA ab 00:30) | CHF 10.- / 15.- |
| Kulturlegi: | 16.- (nur Abendkasse pro Abend) |
| Weitere Ticketinfos (U18, Kultur-GA, Rollstuhlplätze) |
| DO 20.11.25 | |
| Doors, Studio Mondial (DJ) | 19:00 |
| Tapiwa Svosve | 20:00 |
| Erika de Casier | 21:15 |
| Marie Davidson | 22:15 |
| Evicshen & MiMi At Capricious | 23:30 |
| Studio Mondial (DJ) | 00:30 |
| FR 21.11.25 | |
| Doors, Studio Mondial (DJ) | 19:00 |
| Kali Malone | 20:00 |
| Circuit Des Yeux | 21:15 |
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Spresso presents Pretty Penny Slur
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22:15 |
| Smerz | 23:00 |
| Los Thuthanaka | 00:15 |
| New York (DJ) | 01:00 |
| i-vye (DJ) | 02:30 |
| SA 22.11.25 | |
| Doors, Studio Mondial (DJ) | 19:00 |
| Tot Onyx | 20:00 |
| These New Puritans | 21:15 |
| John Glacier | 22:30 |
| Tracey | 23:45 |
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DJ E aka Chuquimamani-Condori (DJ)
|
00:30 |
| New York | 02:00 |
| Haya33 (DJ) | 02:45 |
| SO 23.11.25 | |
| Doors, Studio Mondial (DJ) | 16:00 |
| Mhm, Mhm | 17:15 |
| caroline | 18:15 |
| Studio Mondial (DJ) | 19:15 |
Der experimentelle Saxophonist Tapiwa Svosve ist eine prägende Figur der Schweizer Szene, die aus dem Jazz kommend in musikalische Bereiche zwischen Minimal Music, Avantgarde, Ambient und Rock abdriftete, unter anderem mit der vielgerühmten Band District Five, in Projekten mit den Musikerinnen Evelinn Trouble und Tizia Zimmermann oder als Teil des Drone-Kollektivs WIRREN. Im Jahr 2023 veröffentlichte Svosve auf dem Kultlabel PAN (u.a. Arca, Eartheater, Marina Herlop, Holly Hernodon) das experimentelle Jazzalbum The Sport of Love zusammen mit den Musiker*innen Patrick Belaga und Asma Maroof. Im letzten Jahr gewann er einen der sieben Schweizer Musikpreise des BAK. Seine Solokonzerte sind eigenwillige Auslotungen des Alt-Saxophons, die den Nimbus des ikonischen Jazzinstruments ablegen.
Erika de Casier ist Sängerin, Songwriterin und Produzentin aus Dänemark. Seit 2019 bringt sie ihre eleganten Tracks auf die Bühne – irgendwo zwischen frühen 2000ern, mystischem Pop, futuristischen Beats und R&B. Ob sanft flüsternd oder mit klarem Statement – ihre Songs sind oft weich, verspielt und voller kleiner Sounddetails. Nach drei bereits veröffentlichten Alben (u.a. auf 4AD) mit Featurings von u.a. Blood Orange oder Shygirl folgte anfangs Sommer 2025 der Überraschungsrelease von Lifetime – einem vom de Casier komplett selbst geschriebenen, produzierten und veröffentlichten Album. Das Album ist ein von der Künstlerin selbst zusammengestelltes, akustisches Moodboard und eine Erkundung des Vergehens der Zeit, der Intimität und der Einsamkeit, vor dem Hintergrund von Trip-Hop-Texturen sowie Pop-Strukturen. Darin zeigt sich auch Erika de Casiers besondere Fähigkeit, aus der Vergangenheit zu schöpfen, klangliche und visuelle Referenzen bewusst zu kuratieren und sie in etwas Einzigartiges zu verwandeln, das ganz ihr gehört.
Die kanadische Musikerin Marie Davidson startete 2012 das Duo Essaie Pas, erlangte aber erst als Solokünstlerin internationale Aufmerksamkeit. Ihre ersten beiden Alben waren noch düster und von Minimal Wave-Anleihen geprägt. Spätestens seit 2018 hat sie sich mit dem Album Working Class Woman im internationalen Kanon etabliert. Ihre Werke bewegen sich seither zwischen catchy Experimental Pop und technoider Electronica, wobei ihr unterkühlter Sprechgesang die Songs am markantesten prägt.
Nach fünfjähriger Schaffenspause hat sie diesen Frühling mit dem Album City Of Clowns ihr prägnantestes und reifstes Werk veröffentlicht, welches noch direkter in Richtung Dancefloor zielt. «Retrofuturistische Eskalation inspririert von einer hyper-technologisierten Gesellschaft» nannte das Radio SRF. Und Pitchfork beschreibt es so: «A real-life sci-fi dystopia that’s a little bit The Matrix and a little bit The Substance».
Die gesamte Europa-Tour von Pharmakon musste leider abgesagt werden. Wir konnten glücklicherweise Evicshen (sie spielte am Full Of Lava 2023) dazu gewinnen, mit der in Zürich lebenden Musikerin Miao Zhao alias MiMi At Capricious eine exklusive Duo-Show für Full Of Lava zu kreieren.
Victoria Shen ist Sound-Artistin, Musikerin, Performerin und Instrumentebauerin aus San Francisco. In kürzester Zeit hat sie sich in der europäischen Festivallandschaft ihre ganz eigene Nische geschaffen mit ihren radikalen, körperlichen Bühnenauftritten zwischen Kontrolle und Chaos. Sie benutzt mit Vinylnadeln ausgestattete Acryl-Fingernägel, mit denen sie bis zu fünf Stücke gleichzeitig von einer Platte abspielen kann, und schreckt auch vor dem Einsatz einer Reitpeitsche nicht zurück. Grundquelle ihres derben Klangteppichs sind aber Synthesizer – solche von der Stange und solche, die sie selbst gebaut hat – sowie Effektgeräte.
Für einen exklusiven Auftritten bei Full Of Lava tut sich Evicshen mit der Noise-Musikerin Miao Zhao alias MiMi At Capricious zusammen. Miao lebt seit einigen Jahren in der Schweiz und hat sich als Klarinettistin sowohl in der zeitgenössischen als auch in der klassischen Musik einen Ruf als Ausnahmekünstlerin erspielt. Sie beschloss aber andere Wege zu gehen, ist in die lokale und auch internationale experimentelle Musikszene eingetaucht und startete mit MiMi At Capricious schliesslich ihr eigenes Harsh Noise-Projekt.
Kali Malone ist eine US-amerikanische Komponistin und Organistin. Sie arbeitet seit 2012 an der Schnittstelle von elektronischer und akustischer Musik. Dabei integriert sie sowohl Chöre als auch Streich- und Holzblasinstrumente in ihre der minimalistischen Kompositionstradition verpflichteten Stücke.
Mit The Sacrificial Code (2019) erschuf Kali Malone ein auf der Kirchenorgel basiertes Albumwerk, das sie international an die Spitze der zeitgenössischen Minimalismus und Drone-Musik manövrierte. Seither spielt sie ausverkaufte Shows and vielen Orten der Welt. 2024 bespielte Kali Malone, zusammen mit Caterina Barbieri, den italienischen Pavillon an der Kunst-Biennale in Venedig. Das unglaublich starke Gespür der Komponisitin für die feinsten Strukturen von Klängen und deren langes Nachhallen gibt es am Full Of Lava im Rahmen einer sehr raren elektronischen Show zu erleben.
Haley Fohr aus Indiana ist die Künstlerin hinter dem Projekt Circuit des Yeux. Seit 2007 veröffentlicht sie Musik aus einer unwirtlichen Parallelwelt, die sich zwischen avantgardistischem Folk, experimentellem Rock, psychedelischem Kunst-Pop und elektronischen, melancholischen Klanglandschaften bewegt. Charakteristisch ist ihre außergewöhnliche und unverwechselbare Alt-Stimme.
Auf der Bühne zeigt sich Fohr als furchtlose Performerin, deren Auftritte zwischen Zurückhaltung und ekstatischer Freiheit changieren. Circuit des Yeux’ Alben wurden bei drei der grössten und langlebigsten US-Indie Labels veröffentlicht: Thrill Jockey, Drag City und Matador. Bei letzterem erschien im März auch Halo On The Inside, ein überraschend stark mit elektronischen Beats durchsetztes Werk, deren postmoderne Pop-Hymnen sie live mit Band präsentieren wird. «Haley Fohr’s latest studio album sounds like her take on industrial dance music: sludgy, colossal, and teeming with darkness.» (The Quietus).
«Once an Olympic star, they fainted in the tournament. It badly hurt their shoulder – an injury that left them unable to compete. Hoping to make it in the adult film industry, they started a relationship with a millionaire’s wife, who they loved deeply. Playing happy families when he was out, they decided that because of the secretive nature of their love affair, it would be ethical to steal money to save up for top surgery.
But one day they got caught taking a necklace. The wife pretended they had never met and called the police on me.
They made a run for it. Took the car and headed south. To the gym. To sleep. Insomnia. Cash Converters.»
Smerz ist das norwegische Duo bestehend aus Henriette Motzfeldt und Catharina Stoltenberg, das diesen Frühling ihren zweiten Longplayer Big City Life auf dem Dänischen Label Escho (u.a. ML Buch, Astrid Sonne) veröffentlicht hat. Smerz bewegt sich an der Schnittstelle zwischen den Genres und lässt sich von den Kompositionstechniken der klassischen Musik, den Experimenten der Computermusik sowie der Direktheit der Popmusik inspirieren.
Die Diskografie des Duos umfasst das von der Kritik gefeierte Debütalbum Believer auf XL Recordings, die ewig vergriffenen EPs Have fun und Okey (ebenfalls XL Recordings) sowie das Fantasy-Projekt ALLINA und das Chorstück Tidligere den dagen mit dem Vokalensemble GAEA auf ihrem eigenen Label Shopping.
Von ihrer Chor-Performance im MUNCH Museum bis hin zu Soundtracks für Mode-Laufstege: Smerz sind für ihre Fähigkeit bekannt, neue Klangwelten zu erschaffen und zu steuern.
In dem dichten, kunstvollen Klangdickicht der Geschwister Chuquimamani-Condori und Joshua Chuquimia Crampton koexistieren traditionelle Genres und überlieferte Weisheiten mit digitalen Ephemera und entrücktem Lärm. In den rasanten, kollage-artigen Songs von Los Thuthanaka geht es darum, mit der Zeit zu verhandeln, sie so zusammenbrechen zu lassen, dass sie nicht mehr linear erscheint. Sie sind durchdrungen von der Geschichte queerer und indigener Menschen sowie der Verbundenheit.
Los Thuthanaka ist ihr selbstbetiteltes Debüt. Unverkennbar ungemastert und tief psychedelisch. Ein Trance-Album im wahrsten Sinne des Wortes, ewige Zeit in den Rhythmen des Cumbia, den Schritten des andinen Tanzes Huayño folgend.
Das nur schwer im Internet zu findende Duo, bestehend aus der senegalesisch-amerikanischen bildende Künstlerin Coumba Samba und der estnische Performancekünstlerin Gretchen Lawrence, spielt einen Abend vor ihrer Live-Show ein DJ Set am Full Of Lava
So wie ihre Releases Kollagen sind aus verschiedenen Musikstilen und lyrischen Fetzen verbunden durch die losen aber erkennbaren Fäden der Popkultur, dürfte auch ein New York DJ Set ein skurril-interessanter Ausflug werden.
i-vye bewegt sich zwischen Präsenz und Understatement. Schichten aus Breakbeat, Percussion, Stimmfragmenten, Melodien und abstrakten Texturen verschmelzen miteinander und vermitteln eine ungewöhnliche, verspielte Energie. Sie verzichtet auf Spektakuläres, setzt auf Präzision und Kontraste und bleibt dabei stets kontextbezogen.
Nicky Mao vom Duo Enxin/Onyx musste leider aus familiären Gründen kurzfristig in die USA reisen, deshalb wird Tot Onyx ein Solokonzert spielen.
Tot Onyx ist Tommi Tokyo, die einen Hälfte von group A, welche 2016 am Saint Ghetto Festival aufgetreten ist und für Furor, Enthusiasmus und Zwiespalt gesorgt hat.
Tot Onyx’ Klangkunst steht immer in Verbindung mit visuellen Elementen, insbesondere einer stark performativen Livepräsenz. Sie huldigt einer atmosphärisch-disharmonischen Erkundung von Noise. Spukhafte Stimmen brodeln zwischen wild wuchernden Elektronikklängen, sind mal grazil und sprunghaft, mal konfrontativ. Eingebettet in ein motorisches, holperndes und stotterndes Rhythmusgerüst werden Erinnerungen an die Anfänge der Industrial Music geweckt, und zugleich ist ihre Musik geprägt von ausgeklügelt designten, postapokalyptischen Klanglandschaften.
Kürzlich trat Tot Onyx mit der Tänzerin Yuko Kaseki, bei der sie Butoh studiert hat, an der Vorpremiere von BONE Performancefestival in Bern auf.
Freundschaftlich koordiniert mit BONE, bee-flat, und Queersicht.
Mit einer radikalen Mischung aus Pop, Post-Punk, Elektronik, Neoklassik und experimenteller Soundkunst zählt These New Puritans zu den aussergewöhnlichsten Bands ihrer Generation. Die britischen Zwillinge Jack und George Barnett haben sich ab dem Release ihres ersten Albums Beat Pyramid (2008) nie mit gängigen Genregrenzen aufgehalten – stattdessen schufen sie ein musikalisches Universum zwischen düsterem Minimalismus, orchestralen Klanglandschaften und hypnotischen Beats.
Die gleichsam ausdrucksstarke und fragile Note von Jacks Gesang im Zusammenspiel mit breitwandigen Synthesizerklängen und teils martialischen Drums das Grundgerüst bilden das Klanggerüst des Duos, um das sich Orgel, Marimba, Glockenspiel oder Trompete ranken können. Dabei klingen These New Puritans wie eine zeitgemässe Auffrischung der exakten Mitte von (späten) Talk Talk und (spätem) Scott Walker.
Auch ihr aktuelles Album Crooked Wings, sechs Jahre nach dem Vorgängerwerk in diesem Sommer erschienen, ist wieder introspektiv und eindringlich, voller Brüche, und gleichzeitig zugänglicher als je zuvor.
John Glacier macht Musik, die sich kaum festhalten lässt – irgendwo zwischen Rap, Spoken Word, elektronischem Nebel und lo-fi Poesie. Die Künstlerin aus Hackney (London) bleibt bewusst schemenhaft, aber gerade das macht ihren Sound so fesselnd: rau, ehrlich, atmosphärisch und immer ein bisschen entrückt.
Mit ihrem neuen Album Like a Ribbon (2025) auf dem Label YOUNG (u.a. The xx, FKA twigs) legt sie ein Werk vor, das flimmert und fließt: brüchige Piano-Loops, verwaschene Samples, melancholische Gitarren und Lyrics, die sich wie Tagebucheinträge anfühlen. In Songs wie Steady As I Am, Nevasure oder dem sphärischen Sampha-Duett Ocean Stepping geht es um Nähe, Rückzug, Veränderung – aber nie mit Pathos, sondern mit einem fast beiläufigen Tiefgang. Live bringt John Glacier das alles mit minimalistischer Klarheit auf die Bühne. Kein großes Show-Spektakel – eher ein hypnotischer Soundtrip, der einen langsam reinzieht.
Tracey ist ein anonymes Londoner Duo bis Kollektiv, das Anfangs dieses Jahres eine Debut-EP auf dem Label AD93 (u.a. Coby Sey, Joanne Robertson, Damsel Elysium) veröffentlicht hat. Die selbstbetitelte EP folgt musikalisch vielen grandiosen Widersprüchen: Sie beginnt mit dem Durchbruchshit «Sex Life» – ein ausgefallener, Dubstep-infused Track, der Themen wie sexuelle Zwänge zu einem unerwarteten Dancefloor-Kracher verdichtet – bevor es mit den drei Folgesongs in reduzierte Folkballaden und schlammigen R&B übergeht.
Mit «Sleazy» veröffentlichte Tracey kürzlich eine weitere wunderbar irritierende und gleichsam treibende Single und es wird gemunkelt, dass da noch mehr kommt. So oder so, jede*r liebt ein wenig Mystery, und dennoch: Die Songs von Tracey sind allesamt persönliche und spielerischen Beobachtungen zu Liebe, Scham und Unterwürfigkeit, die sich ganz nah und intim anfühlen.
Einen Tag nach dem Konzert mit Los Thuthanaka spielt DJ E aka Chuquimamani-Condori ein DJ Set im Rahmen der Full Of Lava Clubnacht.
Chuquimamani-Condori – vielen bekannt als Elysia Crampton Chuquimia – ist der Aymara-Name der*des in Kalifornien lebenden Künstler*in, der*die dem Volk der Grossenen Pakajaqi angehört, das derzeit von den Staaten Bolivien, Chile und Argentinien besetzt ist.
Chuquimamani-Condori hat in ihren*seinen Kompositionen schon immer Dissonanz und Einheit auf eine einzigartige Weise in eine Balance gebracht, wie es selten zu hören ist. Auf dem im November 2023 selbstveröffentlichten Album DJ E hat der*die Künstlerin diese Formel nahezu perfektioniert. Das mag der Grund sein, warum Fans im Internet immer wieder Begriffe wie «lichtspendend», «lebensbejahend» und «kathartisch» verwenden, um darüber zu sprechen. Diese höchst euphorische, wunderbar bizarre und dichte Klangwand setzt sich aus Flöten, Synthesizern, Powerchords, einem ganzes Soundboard voller DJ-Drops und sogar, wie in den Bandcamp-Linernotes erwähnt, dem Geräusch einer echten Kreissäge zusammen.
Das Londoner Duo New York, bestehend aus den ehemaligen Roommates und Künstler*innen Gretchen Lawrence und Coumba Samba. Ihre Musik lädt ein auf eine glitchy Performance Reise: Nonchalante Vocals, ironische Lyrics und Dancing Beats unter Strom.
Ihr letztes Album Rapstar* wurde auf Lolinas Label Relaxin Records veröffnetlicht und verbindet Dub, HipHop und DIY-Elektronik und sowie satirischen Statement über Gender, Konsum und digitale Selbstbilder. Pop und Glitzer jenseits von Glamour und Mainstream. Seit diesem Sommer erscheinen nacheinander neue Tracks inklusive wunderbar irritierender Videos von New York.
Haya33 ist das DJ Alias der bildenden Künstlerin Maya Hottarek aus Biel. Ihre künstlerische Praxis umfasst Keramik, Film, Ton und gefundene Materialien. Dabei erforscht sie die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Individuum, der Gesellschaft und der Wirtschaft. All diese Themen verbindet sie mit unseren Grundbedürfnissen als Menschen, wie der Verbindung zur Natur und der philosophischen Frage nach dem Wesen der Existenz.
Als Haya33 ist sie auch immer wieder hinter den DJ Decks anzutreffen, wo es durchaus möglich ist, dass ein Set mit einer Klassikplatte beginnt. Oder mit Trap. Oder einem Gedicht. Vielleicht mit harschem Noise?
Das Projekt Mhm, Mhm, entstanden zwischen Amsterdam und New York, bewegt sich an der Schnittstelle von Musik, Performance und Klanginstallation. Seit der Veröffentlichung der EP CALLING FOR A PEOPLE TO COME (2022) auf Kleins Label Parkwuud Enterprises entwirft Mhm, Mhm eine fragile, vielschichtige Klangsprache: bluesige Gitarrenlinien treffen auf minimale Rhythmen, Vocal-Fragmente auf texturale Stille. Die Musik selbst bleibt schwer greifbar. Mal scheint sie fast zu verschwinden, mal dehnt sie sich ins Meditative. Sie folgt weniger einer Dramaturgie als einer inneren Bewegung.
Mhm, Mhms Performances finden oft nicht in klassischen Konzertsituationen statt, sondern in Zwischenräumen: Museen, Galerien, Studios, temporäre Bühnen. Derzeit arbeitet Mhm, Mhm an einem neuen Album und vertieft die Auseinandersetzung mit Sound als flüchtiger Skulptur.
Das achtköpfige Londoner Kollektiv caroline wurde 2017 von Jasper Llewellyn, Casper Hughes und Mike O’Malley gegründet und entwickelte sich aus wöchentlichen Improvisationssessions zu einer festen Größe in der experimentellen Rockszene. Ihr Debütalbum caroline (2022) galt als einfühlsamer, atmosphärischer Meilenstein und legte den Grundstein für ihre kollektive Klangvision.
Mit caroline 2, das kürzlich auf Rough Trade Records erschienen ist, setzt die Band nun ein mutiges Statement. Über 18 Monate hinweg entstand ein Werk, das organische Improvisation und digitale Präzision vereint. Dabei dominierten wiederkehrende Motive, dynamische Kontraste und emotionale Tiefe – unterstützt von Auto-Tune-Effekten und überraschenden Tempowechseln. Bereits vor Release gab es mit Total Euphoria und Tell me I never knew that (feat. Caroline Polachek) starke Vorboten fürs Album. Die Zusammenarbeit mit Polachek nahm ihren Anfang mit einem spontanen Studio Jam und endete in einem hypnotischen Duett, in dem Polachek für stundenlange Gesangsübernahmen sorgte.
Live entfaltet caroline ihre große kollektive Energie: acht Musiker*innen, die homogene Klanglandschaften erschaffen und gleichzeitig individuelle Stimmen zulassen.
Studio Mondial ist die monatliche Sendung auf Radio Bollwerk von Trillion Tapeman, Heiko Kia Mann und NIKKO. Die Freude an Musik, Neugierde und die Suche nach der perfekten Ästhetik und dem Widerspruch. Das Forschen, die Lust am Aussergewöhnlichen und an den Nischen ist Programm, das Ablehnen von Grenzen eine Haltung. So wird das Überschreiten und Hinter-sich-Lassen zum Konzept, wird das Unvorhergesehene zu einem spannenden und erwünschten Mitspieler jeder Sendung.
Das Radio 3FACH wird Full Of Lava 2025 live vor Ort übertragen.

Am einfachsten zu Fuss, mit eigenem Velo oder mit einem PubliBike. Auch für Autos hat es ausreichend Parkplätze. Von Sonntag bis Donnerstag fährt die Linie 30 zwischen 20:45 und 00:25 Uhr alle 20 Minuten von und zum Bahnhof Bern.