Programm 5. Oktober:

 

19:30 Uhr

FLÜGELSZENEN

Katharina Weber: Klavier. Pia Maria: Butoh-Tanz.

 

20:30 Uhr

LIQUID SOULS

für vier SängerInnen und inszenierte Bildräume
Franziska Baumann (Bern): Konzept und Klangkomposition, Stimme. Claudia Brieske (Berlin): Konzept, Video. Jeannine Hirzel (Zürich): Stimme. Andreas Stahel (Winterthur): Stimme. Jean-Claude Pellaton (Bern, Bogotà): Stimme. Markus Lang (Berlin): Audio- und Videokoordination live. Angela Bürger (Bern): Dramaturgie, œil extérieur

 

21:30 Uhr

HOMMAGE à JOHN CAGE

für 3 Musiker und eine Tänzerin

Denis Beuret: Posaune, Konzept. Nathalie Zweifel: Klavier (präp. und unpräp.). Dominic Frey: Perkussion (konventionell und grüne Pflanzen). Kathrin Veith: Tanz.

 

 

Der Name «Werkstatt für Improvisierte Musik» ist Programm: die Werkstatt als Ort der Begegnung schafft Raum, um Musik entstehen zu lassen und bietet die notwendige Infrastruktur für das Experiment. Die Werkstatt für Improvisierte Musik WIM Bern wurde 1982 gegründet mit dem Ziel, die Anliegen der frei improvisierten Musik besser wahrnehmen zu können und zu fördern. Was damals zu Beginn vor allem als eine oppositionelle Selbsthilfe-Gruppe begann, hat sich mit den Jahren zu einem Pool des aktuellen Musikschaffens gewandelt und ist aus der Berner Musikwelt nicht mehr wegzudenken. Der Begriff der «improvisierten Musik», in den 80er Jahren quasi eine Bezeichnung für eine demokratisch revolutionäre, antibourgeoise Spielhaltung, wird heute pluralistisch verstanden und beinhaltet sehr unterschiedliche Ästhetiken. Der grosse Emanzipationsschub hat bereits stattgefunden; heute sind es der liberale Ausdruck und die Interaktion der Idiome. Einst ein besonderes Kennzeichen nur des Jazz, hat sich die Improvisation als Spielhaltung mittlerweile in verschiedenen Genres etabliert, zum Beispiel auch in der elektronischen Musik, in interdisziplinären multimedialen Projekten, innerhalb von Kompositionen, in inszenierter Musik und Musiktheater. Die Übergänge zwischen totaler Improvisation, vorgefasstem Konzept oder Komposition sind fliessend geworden.

 

Bei diesem Festival wird die Musik wortwörtlich in Szene gesetzt. Von Konzertinszenierungen über klingende Raumtheater, bis zur bewegten Musik mit Tanz. Es geht um Momente, wo die Musik übers konzertante hinaus in eine erweiterte Präsenz von Instrument, Stimme, Körper und Klang geht. Die Dimension der Bühne wird zu einem Raum, wo sich an zwei aufeinander folgenden Tagen sowohl aktuelle improvisierte als auch komponierte Musik in Szene setzt.

 

WIM in SZENE möchte hervorheben und bewusst machen, dass das Zuhören noch ein Erlebnis sein kann. Die Künstlerinnen und Spieler wollen das Publikum abholen, indem sie wechselnde multidimensionale Verbindungen zwischen Hören und Szenerie schaffen.

 

 

Weitere Infos zu den Programmpunkten und den einzelnen KünstlerInnen finden Sie unter www.wimbern.ch