Uebernachtet er an einem Bergbach unter einem Stein, in einem Steinohr sozusagen, so hört er allmählich Stimmen. Er hört den Senn oben in der Hütte unangenehmere Lieder singen. Oder ganz schlimm – er hört so etwas wie Björk, eine Sirene sozusagen.

Er geht nicht auf und er sucht nicht und er stürzt nicht dummerweise ins Tobel. Er weiss, ihm hält das Rauschen des Wassers alles in seiner Gleichzeitigkeit bereit. Das Rauschen ist das Gegenteil des Kammertons. Er memorisiert auch viereinhalb Minuten das schwarze Quadrat mit Unterbrüchen. Er ist nicht wegen dem Rauschen oben am Bach.

Frank Heierli, Cello.

 

Tomas Korber, Christian Weber und Katsura Yamauchi trafen anlässlich einer Japan-­Tour von Korber und Weber im Jahr 2006 erstmals aufeinander und arbeiten seither in spora­dischen Art und Weise zusammen. Ihre Musik ist gekennzeichnet von minimalen Texturen und sich langsam entwickelnde Klanglandschaften. Die Einzelstimmen der Musiker treten in den Dienst des Ganzen, um so einen komplexen, kohärenten Klangkörper zu erzeugen.

Tomas Korber: Gitarre, Elektronik. Christian Weber: Kontra­bass. Katsura Yamauchi: Sopranino-und Altsaxophon.