Tino Sehgal ist ein äusserst produktiver zeitgenössischer Künstler. Seine Arbeiten werden u.a. in der Tate Modern und dem Guggenheim Museum New York, der Documenta XIII und der Venedig Biennale 2013 gezeigt. «(sans titre) (2000)» war Sehgals letzte Arbeit für die Bühne – und wurde vor 13 Jahren von Sehgal selbst getanzt. Das Stück ist ein «Museum des Tanzes», eine tänzerische Zusammenfassung des «Bühnentanzes des 20. Jahrhun- derts» und behandelt die Frage, wie die Welt wäre, wenn das Wertesystem einer Gesellschaft durch Tanz und Choreographie geprägt wäre? «(sans titre) (2000)» markiert den Start von Tino Sehgals Beziehung zu den Museen und verkörpert den Übergang zu seinen choreographisch-aufführungshaften Arbeiten im Museum. Mit der Rückkehr zu diesem Stück, 13 Jahre nach dessen Premiere, kehren wir zu Sehgals Wurzeln zurück und erhalten die Möglichkeit, dieses tänzerische Glanzstück aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten.

 

Tino Sehgal (1976), geboren in London und aufgewachsen in Deutsch- land, studierte Tanz und politische Ökonomie. Über den Tanz kam Sehgal zu choreographierter Museumskunst. 2005 präsentierte er Deutschland im deutschen Pavillon an der Biennal in Venedig. Das Guggenheim Museum in NY widmete 2010 seiner Arbeit eine Ausstellung und 2012 war seine Kunst im Tate Modern zu sehen. Tino Sehgal bezeichnet seine Kunstwerke selbst als «konstruierte Situationen».

 

  •  18:45 Uhr: Balz Isler: Performance #2

 

 

Konzept: Tino Sehgal Interpretation: Frank Willens
Produktion: Musée de la danse / Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne Direktion: Boris Charmatz.
Unterstützt von: Ministère de la Culture et de la Communication (Direction Régionale des Affaires Culturelles / Bretagne), Stadt Rennes, Conseil régional de Bretagne, Conseil géné- ral d‘Ille-et-Vilaine, Institut Franiçais.
Koproduktion: Tanz im August (Berlin), Kaaitheater (Brüssel), Les Spectacles Vivants du Centre Pompidou (Paris), La Bâtie-Festival de Genève, Bonlieu Scène nationale Annecy im Rahmen des Projektes PACT unterstützt durch FEDER mit dem Programm INTERREG IV A France-Suisse.