In ihrer Choreografie seziert die dänische Künstlerin Mette Ingvartsen mittels narrativen Beschreibungen und performativ-tänzerischen Elementen Pornografie in Einzelteile: Brutalität, klinische Präzision, Gewalt und Schmerz, aber auch Pa­rodie, Komik und Spannung. Deutlich wird bei alldem, wie tief verankert die männlich dominierte Kultur der Porno­grafie in unserer Gesellschaft ist und wie stark sie mit Macht zusammenfällt. So lotet Ingvartsen die eng ver­flochtene Beziehung zwischen der Macht der Lust und der Lust an der Macht aus. «21 pornographies» zeigt menschliche Abgründe und Tabus. Müssten gewisse Szenen nicht sogar zensiert werden? Was abschreckend klingen mag, wartet allerdings auch mit anderen Eindrücken auf: verführerischen Szene­rien, imaginativen Sensationen, mitreissend harten Rhythmen… und einer unwiderstehlich süssen Ver­suchung!

Die Produktion von Mette Ingvartsen ist Teil der Serie «The Red Pieces». Daraus zeigte das Theater­ festival AUAWIRLEBEN 2017 «69 positions» in Bern. Ingvartsen stellt in dieser Serie den nackten Körper ins Zentrum und hinterfragt die Grenze zwischen pri­vatem und öffentlichem Raum.

Credits

Konzept, Choreografie & Performance: Mette Ingvartsen. Lichtdesign: Minna Tiikkainen. Sounddesign: Peter Lenaerts. Bühnenbild: Mette Ingvartsen & Minna Tiikkainen. Dramaturgie: Bojana Cvejic. Technische Leitung: Hans Meijer. Assistentin Choreografie: Dolores Hulan. Assistentinnen Produktion: Manon Haase & Elisabeth Hirner. Soundtechnik: Adrien Gentizon. Management: Kerstin Schroth.
Eine Produktion von: Mette Ingvartsen / Great Investment. Koproduktion: Volksbühne (Berlin), PACT Zollverein (Essen), Kaaitheater (Brussels), Kunstencentrum BUDA (Kortrijk), Les Spectacles vivants – Centre Pompidou (Paris), Dansehallerne (Copenhagen), BIT Teatergarasjen (Bergen), Julidans (Amsterdam), CCN2 – Centre chorégraphique national de Grenoble.
Mit Unterstützung von: Nanterre-Amandiers, Centre Dramatique National, Musée de la Danse /Centre Chorégraphique National de Rennes et de Bretagne & Kustenwerkplaats Pianofabriek.

Gefördert durch: The Flemish Authorities, The Flemish Community Commission (VGC) & The Danish Arts Council.