Mit Tanz in Bern gehen die «Blasphemic Reading Soirées» dahin, wo viele Romanfiguren enden: auf den Friedhof. Mit einem Kapitel aus Elisabeth Bronfens Monografie «Nur über ihre Leiche» werfen wir von dort einen Blick auf die Literatur und andere Künste – und stellen das Verhältnis von Künstler*in und Muse in den Mittelpunkt, genauer: das Verhältnis von lebendigem Autor und toter Frau. Was fasziniert männliche Autoren, Maler und Regisseure seit Jahrhunderten an der weiblichen Leiche?
An diesem Abend ermöglichen das gemeinsame Vorlesen und Zuhören einen experimentellen und performativen Zugang zum Text.

«Blasphemic Reading Soirées» ist eine nomadische Plattform für zeitgenössischen Feminismus und ein Format, das (queer-)feministische Texte öffentlich zugänglich macht und eine Debattenkultur fördert.

Gastgeberin: Miriam Coretta Schulte