Achtung, kein Spoiler-Alarm! Thematische Inputs von Expert*innen stimmen auf die Vorstellungen ein. Den Vortragenden geht es dabei wie Ihnen: Auch sie haben das Stück noch nicht gesehen. Keine Gefahr also die Spannung zu verlieren. Zum Thema des Abends wissen sie allerdings mehr. Dieses Wissen ermöglicht einen besonderen Einstieg in den gemeinsamen Abend. Kein Muss, aber ganz sicher sehr hilfreich und anregend.

Expertin: Geneva Moser, Geschlechterforscherin und Philosophin. Unter “Theorie in Bewegung” leitet sie Kurse und Workshops in den Bereichen Körper, Tanz und Bewegung.

Sich im eigenen Körper zuhause zu fühlen ist keine Selbstverständlichkeit: Schönheitsnormen, Behindertenfeindlichkeit, Optimierungsdruck und Geschlechterklischees machen das Erleben des eigenen Körpers oft zur zwiespältigen Angelegenheit. Es wird gemessen, gezählt und streng beobachtet – vom Haarwuchs zum Darmbakterium bis zum Geschlechtsorgan. Was nicht passt, wird passend gemacht. Der Körper soll sich gut einfügen in das Habitat Welt und Gesellschaft. Nicht zu auffällig und sonderbar soll er sein, aber bitteschön auch nicht langweilig oder unscheinbar. Wie kann in diesem Habitat ein queer_feministisches, ein emanzipatorisches oder kritisches Embodiment erlebt und gestaltet werden? Welche Strategien nutzen Menschen, um sich im eigenen Körper wohnlich einzurichten?

Ein kurzer Einblick in Theorie und Praxis von kritischem Embodiment.