Er tritt aus dem Innern, dem Dunkeln unserer Körper aus – der Schleim. Die biologisch lebensnotwendige Substanz löst bei vielen Menschen eine ambivalente Reaktion aus, kann sie doch genauso Ekel und Schauder wie Berührungslust hervorrufen. Dabei ist Schleim ein uns ursprünglich vertrauter Stoff, zu dem wir im Laufe des Lebens aber meist den Bezug verlieren. In der Performance Gootopia werden synthetisch hergestellte Schleimsubstanzen als choreografisches Element benutzt. Dies lässt das Publikum in das weite Feld zwischen Horror und Faszination eintauchen, das diese Körperflüssigkeit provoziert.

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Biografie

Durch die Arbeiten von Doris Uhlich ziehen sich zwei Schwerpunkte: Zum einen interessiert sich die österreichische Choreografin für alltägliche und künstliche Gesten, etwa für den strikten Bewegungscode im klassischen Ballett. Zum anderen ist die Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen und Körpernormen zentral. Musik, besonders elektronische, nimmt dabei stets eine wichtige Rolle ein.


Allgemeine Maskenpflicht. Zutritt nur mit Covid-Zertifikat (Schweizer Covid-Zertifikat oder Digital Covid Certificate der EU/EFTA) und amtlichem Ausweis (ID, Pass, Fahrausweis). Weitere Informationen hier.

Choreografie Doris Uhlich, Konzeptentwicklung in Zusammenarbeit mit Boris Kopeinig, Performer*innen Pêdra Costa, Ann Muller, Andrius Mulokas, Emmanuel Obeya, Camilla Schielin, Grete Smitaite, Bühnenbild Juliette Collas, Philomena Theuretzbacher, Kostüm Zarah Brandl, Sound Boris Kopeinig, Licht Phoenix (Andreas Hofer), Dramaturgisches Feedback Adam Czirak, Produktion Margot Wehinger, International Distribution Something Great, Koproduktion Tanzquartier Wien, Theater Freiburg, Dampfzentrale Bern, asphalt Festival und insert Tanz und Performance GmbH. Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

Fotos: Juliette Collas