Seien wir ehrlich: Es sind nicht nur die sympathischen Seiten unserer Persönlichkeit, die uns ausmachen. Erst die unschönen und schwierigen Charakterzüge formen unsere Einzigartigkeit. Aber stellen wir diese gerne in den Mittelpunkt und sprechen offen darüber?

Genau das passiert bei «Accusations» – einer von Peter Handkes Text «Selbstbezichtigung» inspirierten Performance. Mit einer an Coolness und Style kaum zu übertreffenden Mischung aus Tanz, Catwalk und Rockkonzert führen die Performer*innen das Publikum auf eine Reise zu den eigenen Schattenseiten. Zu treibenden Rhythmen suchen sie nach einer besseren Version von sich selbst.

Fabienne Amlinger, Dramaturgische Mitarbeiterin der Dampfzentrale Bern

Mit ihrer klaren und zugänglichen Ausdrucksweise und ihrer markanten, meist in Schwarz gehaltenen Bühnenästhetik hat sich die belgische Choreografin Ann Van den Broek in der internationalen Tanzszene hohes Ansehen verschafft. Wiederkehrende Elemente ihrer Arbeiten sind Seelenzustände und Stimmungen der Zeit, in der wir leben.

Credits

Konzept und Choreografie: Ann Van den Broek. Originalbesetzung: Ann Van den Broek, Gregory Frateur, Wolf Govaerts, Laila Gozzi, An Hackselmans, Louis Combeaud, Nik Rajšek, Frauke Mariën. Text: Ann Van den Broek, Gregory Frateur. Video- und Lichtdesign: Bernie van Velzen. Sound und Komposition: Nicolas Rombouts. Kostümdesign: Veronique Branquinho. Textberatung: Hans Timmerman. Beratung: Marc Vanrunxt. Fotos: Maarten Vanden Abeele.

«Accusations» ist eine Produktion von WArd/waRD (NL/BE) in Koproduktion mit dem Rotterdamer Schouwburg/Theater Rotterdam (Rotterdam, NL), ccBe (Antwerpen, BE), Rencontres Chorégraphiques (Sei- ne-Saint-Denis, FR), Accueil Studio: Centre Chorégraphique Nationale de Rillieux-la-Pape (Lyon, FR) und wird durch die finanzielle Unterstützung des Performing Arts Fund NL ermöglicht.

Fotocredit: Maarten Vanden Abeele.