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Tickets

Dauer: 70 Minuten
Sprache: Textpassagen auf English

Sensorische Hinweise: laute Geräusche und Musik, Stroboskoplicht, vollständige Dunkelheit, Nebel, körperlich intensive Performance
Inhaltshinweise: keine

Hinweis: Für die Vorstellungen von Sylvie Robinson und Michael Turinsky sind ebenfalls Doppeltickets erhältlich.

23.10.
Im Anschluss an die Performance «Work Body» von Michael Turinsky findet ein Nachgespräch in englischer Sprache mit Olga Drygas, Sylvie Robinson und Michael Turinsky statt. Das Nachgespräch wird ebenfalls in Deutschschweizer Gebärdensprache übersetzt.

«The thought of the tremor characterizes the approach of this inextricable world.» –Édouard Glissant, Aesthetics I

Wenn ich zittere, zittert die Welt. Wenn die Welt zittert, zitterst auch du. Welche politischen und metaphysischen Implikationen hat ein zitternder Körper in einer zitternden Welt? Welche Resonanzmöglichkeiten erzeugt das Zittern?

Bei Sylvie Robinson wurde eine Erkrankung diagnostiziert, die ein sichtbares Zittern ihrer Hände verursacht. Sie nutzt diesen Umstand als choreografisches Mittel und Organisationsform – und setzt sich dabei mit Vorstellungen von Störung, strukturellem Versagen und der Untrennbarkeit unserer materiellen und politischen Welten auseinander. Durch die Verschmelzung von Tanz, Sprache und Live-Trommelkompositionen des Musikers und Komponisten Akram Hajj strebt die Performance zitternd einer Versöhnung zwischen dem Körper der Künstlerin, dem Publikum und all dem entgegen, was es zu erschüttern gilt. Schliesslich gibt es so viel, weswegen wir zittern könnten.

Dampfzentrale: Die aufkommende Stimme im zeitgenössischen Tanz und Mitglied des Kollektivs Performing for Palestine, Sylvie Robinson, geht von der persönlichen Erfahrung eines zitternden Körpers aus. Das beeindruckt uns. Getragen und getrieben von der Live-Perkussion auf der Bühne schafft Robinson sowohl einen sinnlichen Zugang zu als auch eine politische Perspektive auf die Versehrbarkeit des Menschen in einer Welt, die selbst zittert. Ihre Performance macht so die Beziehung zwischen dem individuellen Körper und dessen Umwelt nicht nur sichtbar, sondern unmittelbar erfahrbar.

 

Die Texte für das diesjährige Tanz in Bern speisen sich aus zwei Quellen: Erstens, was die Künstler*innen über ihre Produktionen schreiben und zweitens, warum die Performance für das Festival mit dem Thema «Mensch!» kuratiert wurde.

Credits

Konzept / Performance: Sylvie Robinson
Musik / Performance: Akram Hajj
Dramaturgie: Louisa Raspé
Lichtdesign: Lilli Unger
Sounddesign: Lo Reichenbach
Outside Eye: Nils Lange

Unterstützt von: Kanton Bern, Kultur Stadt Bern, Burgergemeinde Bern, Treibstoff Basel

Doppelabend

Kontext

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