lazy club ist das Listening-Format der Dampfzentrale Bern. Die Reihe möchte das kollektive Zuhören von Musik in einem ungezwungenen, niederschwelligen und gemütlichen Rahmen zelebrieren. Pro Veranstaltung werden jeweils drei Personen aus der regionalen, nationalen, ausnahmsweise auch mal internationalen Musikszene (Musiker*innen, Kurator*innen, Journalist*innen, Konzertgänger*innen, DJs) dazu eingeladen, eine Stunde Musik abzuspielen. Die DJ Sets dürfen sich dabei auf einem möglichst breiten musikalischen Spektrum bewegen und sollen nicht zwingend einen Dancefloor-Kontext bedienen. Für die Eröfnung der Swiss Dance Days bietet der lazy club einen ungezwungenen Raum zum Ankommen, Aufmerksamkeit schärfen und einfach nur Sein.
Aya Metwalli ist eine Sängerin, geboren in ein ungestimmtes Orchester. Die Stadt brachte ihr die Musik auf die harte Tour bei: Autohupen, die wie Schlagringe zuschlagen, kaputte Lautsprecher, aus denen dissonante Gebetsrufe quellen und Straßenhändler, die die Toten wachschreien. Sie lernte Klavier, um den Lärm zum Schweigen zu bringen, griff zur Gitarre, um ihr Herz auf den Saiten zu tragen und wandte sich den Electronics zu, um Elektrizität in Musik zu verwandeln. Ihre Musik ist eine expressionistische Klage; ihre Stimme zittert, während sie erobert. Auf der Bühne tritt sie weniger auf, als dass sie beichtet: eine intime Geste, ein bloßliegender Nerv verstärkt, ein langsames Glühen mit einem Nachgeschmack von Tristesse.
Aunty und Noblesse sind Herz und Seele der aufstrebenden Band Sirens Of Lesbos. Von Rap-Schwergewicht JID und Funk-Ikone Bootsy Collins über den NTS-Resident dreamcastmoe, den von Drake unterstützten Newcomer SadBoi bis hin zum Kendrick-Lamar-Kollaborateur Zacari – Sirens Of Lesbos schlagen mühelos Brücken zwischen Generationen und Genres. Nach Live-Touren durch die EU und die UK bringen sie diese globale Energie nun an die Booth: Die DJ-Sets von Aunty und Noblesse sind tief im diasporischen Underground verwurzelt – sie verweben UK Funky, ägyptischen Mahraganat, karibischen Dembow, ostafrikanischen Shaabi und vieles mehr zu unvorhersehbaren, den Dancefloor erschütternden Reisen. Jedes Set ist ein Community-Event, ein Raum, um sich wieder zu verbinden, neu aufzutanken und sich gemeinsam zu bewegen.
Die Musik und DJ-Sets von Nelly Hello sind chaotisch, textural, poppig, noisy, verspielt und sad. Ein Moment, um den Fluss ständiger Veränderung willkommen zu heißen. Mit ihrem musikalischen Projekt trat sie an verschiedenen Orten in der Schweiz auf, unter anderem an Venues wie dem Les Urbaines, dem Festival de la Cité oder dem Endless Bazaar.