Die Band Superterz ist ein Produkt der urbanen Züricher Agglomeration und spielt ein experimentelles und sphärisches Klanggemisch, welches irgendwo zwischen experimentellem Rock, Post Rock, Jazz, live-Electronica und frei improvisierter Musik pendelt. Die Kerngruppe um die Brüder Ravi Vaid und Marcel Vaid wird regelmässig um Stammgäste erweitert, zu denen der Schlagzeuger Simon Berz gehört. Für den Berner Auftritt stösst zusätzlich der holländische Klangzauberer Tom Verbruggen (alias Toktek) dazu, der mit Simon Berz zusammen auch das Duo Fell unterhält.

Superterz rücken ausgefranste, verfremdete, entstellte und umgedeutete Soundfragmente fortwährend in neue Zusammenhänge und lassen so eine dunkel schimmernde Klangwelt entstehen. Es sind beseelte Geräuschinstallationen, in denen auch dekonstruierte Discofragmente einen gut ausgeleuchteten Platz finden können.  Federnde Beats, schwirrende Klänge und elektronische Klanglandschaften werden zu etwas, das an freien Jazz gemahnt, in einer Form wie man ihn sich erträumen würde.

Als exklusiven special guest bringen Superterz den japanischen Trompetisten Toshinori Kondo mit nach Bern. Der stark von Miles Davis inspirierte Instrumentalist lebte lange in New York und spielte dort mit der Speerspitze der freien, experimentellen Musik: John Zorn, Bill Laswell, Derek Bailey. Bekannt geworden ist er auch durch seinen Zugang zu elektronischer urban music. So veröffentlichte er unter anderem ein Album zusammen mit DJ Krush.

Im Vorprogramm spielt der Walliser Yannick Barman alias Stalker. Ihn hat man bisher als Teil des Duos Kiku wahrgenommen, welches Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten als Sänger für ihr Debutalbum (2015, everestrecords) gewinnen konnte. Seine düsteren soundtrack-artigen Kompositionen mit Elektronik und Trompete sind eine Hommage an den namensgebenden Regisseur Andrei Tarkowski.