Synesthetic experience / vocal embodiment

Lässt sich das intensive Gefühl einer Kluberfahrung innerhalb der momentanen Situation neu denken? Nach ihrem Auftritt an der langen Nacht der elektronischen Musik 2018 kehrt die norwegische Musikerin und Stimmen-Künstlerin Stine Janvin mit einem neuen Projekt in die Dampfzentrale zurück.

Intime Nächte im Klub verblassen immer mehr zu einer vagen Erinnerung. «Echoic Choir» – die neue Kollaboration der Musikerin Stine Janvin und der Choreografin Ula Sickle ruft das Ritual des in Musik getauchten, nächtlichen Zusammenkommens wieder wach. Nach einer fünftägigen Residenz in der Dampfzentrale erfolgt die Uraufführung von «Echoic Choir», bevor es einen Monat später im Rahmen der Wiener Festwochen aufgeführt wird.

Echoic Choir @UlaSickle from Rave1995_2

Wie lässt sich dieses intensive Gefühl einer Kluberfahrung innerhalb der momentanen Situation neu denken und erleben? «Echoic Choir» lädt ein zum Mitwirken – über das Hören, über die physische Präsenz. Eine Einladung zur Verkörperung anderer, neuer Formen eines kollektiven Rituals.

Die akustische Kraft von Stine Janvins Stimme und ihre räumliche Resonanz bilden das Fundament der Performance. Die Künstlerinnen sowie das Publikum teilen sich den Raum, in dem Sound, Choreografie und Licht zu einem synästhetischen Ganzen verschmelzen, um eine kollektive, sensorische Erfahrung zu kreieren. Social distancing wird dabei zum künstlerischen Parameter.

Die in Stavanger geborene Musikerin und Performerin Stine Janvin arbeitet mit der umfangreichen Variabilität ihrer Stimme und zugleich an den Möglichkeiten, diese zu nutzen, um eine physische Erfahrung von Klang zu vermitteln.

Ula Sickle ist Choreografin und Performerin mit Hintergrund in Contemporary Dance. Ihre Arbeit ist geprägt durch Interdisziplinarität, insbesondere von zeitgenössischer Musik und visuellen Künsten. Ula Sickle lebt und arbeitet in Belgien.

Konzept & Komposition: Stine Janvin.
Konzept & Choreografie: Ula Sickle.
Performance: Michelle Cheung, Roman Ole, Rishin Singh, Annalise van Even, Stine Janvin & Ula Sickle.
Libretto, Dramaturgie: Persis Bekkering
Kostüme: Don Aretino x, Muyao Zhang.
Licht, Ton: Marcel Weber & Olivia Oyama
Koproduktion: Wiener Festwochen (Vienna), STUK House for Dance, Image and
Sound (Leuven).

Mit Unterstützung von: the Flemish Community, the Flemish Community
Commission Residencies Kunstenwerkplaats (Brussels), DAAD (Berlin), Dampfzentrale Bern.
Ausführende Produktion und Vermarktung: Caravan Production.

Fotocredits: Ula Sickle.