Simone Aughterlony ist eine der Choreografinnen, mit deren Arbeit sich die Dampfzentrale Bern im Rahmen einer Koproduktion intensiv auseinandersetzt. In den letzen Jahren hat sich Simone Aughterlony sowohl national wie auch international etabliert und wird als «Shootingstar der europäischen Tanzszene» gehandelt. Die Tourneen in der Schweiz, Deutschland, Holland, Estland, Polen, Norwegen, Frankreich, Österreich, Italien und Ungarn zeigen, auf welches Interesse diese junge Choreografin stösst. «Das Beste wie auch das Schlechteste in uns sucht nach einer Annäherung ans kollaborative Handeln. Es bedient sich einer spontanen Diplomatie, in der Hoffnung, eine instinktive und gleichzeitig vorteilhafte Gruppendynamik herbeizuführen. Vielleicht gelangen wir zu einem echten gemeinsamen ‹Sein›, indem wir die Kraft einer Meute beschwören. Wir haben uns Systeme zu eigen gemacht, die vom Verhalten anderer Lebewesen, von Gesellschaftsspielen und der kollektiven Mythenbildung inspiriert sind. Wir suchen den Moment, in dem wir diszipliniert arbeiten, aneinander gebunden durch das Ziel des gemeinsamen Wohls. Da werden auch schlechte Entscheidungen getroffen, es gibt Augenblicke, in denen die Tyrannei der Mehrheit uns die Freude nimmt. Aber wir werden zu einer besseren und reineren Einheit im Getöse der grossen Masse. Wir strömen wie ein Fisch- oder Bienenschwarm, dahin und dorthin, ganz so, als seien wir Vögel in geschlossener Formation. Doch selbst wenn wir uns im Einklang bewegen, kann da und dort ein Schritt, eine Geste ein wenig vom Rhythmus abweichen: Zeichen eines Einzelwunsches. Die Wirkung kennen wir, denn wir sind mit dem Tanz als Gemeinwohl und dem Impuls des Einzelnen aufgewachsen. Die grossen Soloauftritte bleiben jedoch aus, auf dieser Bühne gibt es keine Hauptrollen. Wir sind der Chor, wir sprechen mit einer Stimme, enthüllen die Gefühle der Gruppe und machen neue Geschichte.» Simone Aughterlony