| Preise | 25.- / 30.- / 40.- |
| Preiskategorie frei wählbar | |
| Kulturlegi 16.- | |
| Weitere Ticketinfos (U18/Kultur-GA/Rollstuhlplätze) |
| 19:30 | Türöffnung / DJ (tba) |
| 20:30 | claire rousay: a little death |
| 21:45 | Shackleton (live) |
| 23:00 | DJ (tba) |
Sam Shackleton war dabei als die UK Bass Music Anfang der 2000er-Jahre zu einem langanhaltenden Höhenflug ansetzte. Er war einer der frühesten Dubstep-Produzenten aber gleich von Anfang an ausserhalb der sich schnell zu Klischees verhärtenden Genremustern tätig. Und wohl kaum eine andere Person aus dieser Szene hat sich musikalisch so weit von ihren Anfängen entfernt. In den letzten Jahren erschienen kollaborative Alben mit Musiker*innen wie Anika, Holy Tongue (Valentina Magalettis experimentelles Dub-Projekt), Scotch Rolex oder Six Organs Of Admittance. Aber so unterschiedlich diese Partnerschaften auch sind, Shackletons Musik ist immer vom ersten Ton an erkennbar, immer sehr perkussiv, oft scheinbar ausserhalb eurozentrischer Tonsysteme angesiedelt, polyrhythmisch, psychedelisch. Sein gerade erschienenes neues Album Euphoria Bound ist ein Trip zwischen Traumzustand und dystopischem Dancefloor.
claire rousay lebt in Los Angeles und ihre Klangassemblagen sind sowohl ein tagebuchartiges Portal in das Leben ihrer Schöpferin als auch eine Übung im An- und Auskleiden des Audiofeldes mit kompositorischen Fäden, die sich lose verstrickt und doch sorgfältig verwoben anfühlen. Mit einer Reihe von Aufnahmen seit 2020 ist rousay dem Temperament einer nach innen gekehrten Welt ästhetisch näher gekommen als viele der modernen Klangkünstler*innen. claire rousays Musik konzentriert sich auf persönliche Emotionen und die Kleinigkeiten des Alltags – Sprachnachrichten, Field Recordings – und entschlüsselt deren Bedeutung.
Der Entstehungsprozess des im Herbst erschienenen Albums a little death fühlte sich für rousay wie eine Rückkehr zu den Wurzeln an, nachdem sie sich 2024 mit sentiment eher poporientierten Songformen zugewandt hatte. «Dieses Album ist eine Rückkehr zu dem, was ich als meine Kernkompetenz als Solokünstlerin betrachte, eine erneute Hingabe an die Arbeitsmethoden, die meiner Vorstellung von meiner Musik oder meinem Sound am ehesten entsprechen.» Ihre Arbeit als Archivarin und versierte Arrangeurin und Orchestratorin verschmilzt auf sublime Weise zu einer zutiefst ehrlichen und fesselnden Musik.