20:00 REA
21:15 Merz

Merz (UK)

2019 veröffentlichte die Dampfzentrale Bern zum ersten Mal einen Tonträger: «Dreams Of Sleep And Wakes Of Sound» des Dreiergespanns Merz, Laraaji und Shahzad Ismaily. Nun kommt der Associated Artist der Dampfzentrale mit neuem Soloprogramm für ein paar Konzerte nach Europa und dadurch auch zu seinem zweiten Auftritt am Saint Ghetto (er spielte 2013 als Merz feat. Sartorius Drum Ensemble).

Merz alias Conrad Lambert stammt aus England und legte Ende der 1990er-Jahre einen Senkrechtstart als Popstar hin, mit einem Deal des Major Labels Epic/CBS Records in der Tasche. Aus dem Abhängigkeitsverhältnis zu einem Plattenmulti floh er alsbald und veröffentlichte seine kommenden Alben bei den von der Industrie unabhängigen Labels von Herbert Grönemeyer (Grönland Records) und Matthew Herbert (Accidental Records). Mehr und mehr wurde er zum Selfmade Man, verzichtete auf Management und Bookingagentur und machte in den letzten Jahren alles was er selber machen konnte selber. Von 2010 bis 2017 lebte er in Bern und zog dann nach Joshua Tree am Rande der kalifornischen Mojave-Wüste. Wir freuen uns, Merz für eine Auftritt in seiner zeitweiligen Heimat begrüssen zu können.

REA (CH)

REA tauft «Gói». Rea Dubach erschafft mit ihrer experimentellen Popmusik eine mystische Mischung aus Stimme, field recordings, akustischen und elektronischen Soundwelten. Ihre Aufenthalte in Island hört man ihren Liedern genauso an wie ihre langjährige Erfahrung als Klangtüftlerin und Improvisatorin. Ihr künstlerisches Schaffen verbindet eine wache Neugier mit unbändiger Experimentierlust und verbindet die Improvisation mit der Präzision des Studios. Zentral in ihrem Werk ist der interdisziplinäre Fokus. Er wiederspiegelt sich in ihrer Schaffenskraft als Sängerin, Instrumentalistin, Komponistin, Produzentin und Performerin, und so wird auch die Taufe ihres Solodebuts «Gói» im Rahmen von Saint Ghetto alles andere als ein herkömmliches Konzert werden. «REA presents her solistic debut record laying down the luggage of a long term travel. She takes us on a cinematic trip through foreign lands, dystopian electronica and hopeful poetry.» Well said.

Fotocredits: Anuk Schmelcher, Jed Ochmanek