Es ist zum verrückt werden! Normen, Rollenkorsette, Konventionen … Welchen Stellenwert haben die Geschlechterrollen im zeitgenössischen Tanz? Wie sehen aktuelle Genderperformances aus? Und wie können wir diese in der Bühnenperformance durchbrechen? Dr. Kirstin Mertlitsch (Universität Klagenfurt), Dr. Abigail Gardner (University of Gloucestershire) und Eisa Jocson (Performerin, Choreografin) diskutieren.

Die Philosophin Kirstin Mertlitsch befasst sich – wie der Titel ihrer Dissertation verrät – mit «Sisters – Cyborgs – Drags» und geht unter anderem der Frage nach, welche (politischen) Potenziale in ihnen stecken. Als Musik- und Medienwissenschaftlerin konzentriert sich Abigail Gardner, etwa in ihrem Buch zu Videos der Künstlerin PJ Harvey, auf Gender-Performances in Musikvideos und unterzieht diese einer gender-kritischen Analyse. Eine künstlerische Perspektive bringt die Choreografin Eisa Jocson ein, deren Produktion «Princess» an den beiden Tagen zuvor zu sehen ist und Ausgangspunkt der Diskussion bildet.

Moderiert wird das Podium von der Historikerin und Geschlechterforscherin Fabienne Amlinger (IZFG), die sich in ihrer Forschung und Lehre unter anderem mit zeitgenössischen Geschlechterverhältnissen, Weiblichkeitskonzeptionen und mit vielfältigen Formen von Feminismus befasst.