Tanz ist ein freiwilliges Vergnügen. Doch gibt es Ausnahmen. Etwa wenn Tiere den Bauern mit springbohnenvollen Stiefeln zum Hüpfen bringen, wenn Hully Gully linendancende Beaus in den Pool beordert werden, wenn die Polizei zwischen servierenden Hunden und tanzenden Kühen in einem Nachtclub rhythmisiert für Ordnung sorgen soll. Doch sonst? Auf dem Rummelplatz tanzt es sich zwischen den Buden vorzüglich, in revueartiger Kulisse rockt es sich auch auf Französisch, eher still vergnügt wiegte sich die sonntägliche Welt besonders früher und auch ein Schwimmbad gibt eine gute Bühne ab. Für ein kurzweiliges Vergnügungsprogramm rund um Tanz und Stimme trippeln wir durch Schätze des Lichtspiel-Archivs.
Für die diesjährige Festivalausgabe spannt Tanz in Bern mit den Nachbar*innen zusammen. Das Lichtspiel ist ein Stück Filmgeschichte: Hier werden Filme, Kameras, Projektoren und anderes kinematographisches Material vor dem Zerfall, der Vernichtung und dem Vergessen gerettet, und es wird die über hundertjährige Geschichte des Kinos erzählt. An diesem Festivalabend entdecken wir tänzerische Perlen aus dem unerschöpflichen Archiv.