Durch den Abend führt Annelis Berger, Redaktorin DRS 2 und Moderatorin von «Stars» auf SF 1.

 

Wir praesentieren den vom Schweizer Radio und Fernsehen produzierten Film von Bela Batthyany über Patricia Kopatchinskaja als Vorpremiere. Gleichzeitig taufen wir Patricias soeben bei «Naive» erschienene CD: Violinkonzerte von Bartok, Ligeti und Eötvös. Sie wird die Solosonate von Bela Bartok spielen.

 

 

Patricia Kopatchinskaja
Ich kenne Dich, ich habe Dich spielen gehört
Ein Film von Béla Batthyany

Sie spielt wild, leidenschaftlich und barfuss. Längst gehört die Geigerin Patricia Kopatchinskaja zu den grossen Figuren des Klassikbetriebs, gerade weil sie ihn immer wieder unterläuft, weil sie ihren eigenen Regeln folgt. Und weil sie so spielt, wie sie spricht: direkt und schonungslos. Die gebürtige Moldawierin bearbeitet ihr Instrument wie wohl keine Interpretin vor ihr. 

Patricia Kopatchinskaja bezeichnet sich nicht als Geigerin, sondern als Musikerin; denn das Instrument allein macht sie noch lange nicht aus. Ihre Wurzeln hat sie in der Volksmusik, ihr musikalischer Ur-Instinkt und ihre schier grenzenlos scheinende Energie geben ihr in der Maschinerie des Musikgeschäfts den besten Halt. Das hört, sieht und spürt man.

 

Der Film begleitet Patricia Kopatchinskaja quer durch Europa und zeichnet das Porträt einer Künstlerin, die ständig unterwegs ist. Vom hektischen London ins regnerische Berlin, vom Wiener Konzerthaus in die Zürcher Tonhalle. Die Reise durch Europa wird auch zur Reise in ihre Vergangenheit, die in Moldawien ihren Anfang nahm. Begegnungen mit dem Klaviervirtuosen Fazil Say oder der Dirigentengrösse Esa Pekka Salonen geben Einblick in die Zusammenarbeit mit der Musikerin. Doch die besten Geschichten erzählt Patricia Kopatchinskaja selbst. Es sind Geschichten und Bilder, die sie dort findet, wo sie sich am ehesten zu Hause fühlt: in der Musik.

 

Kamera: Quinn Reimann. Ton: Torsten Goddon. Schnitt: Birgit Munsch-Klein. Produzent: Christian Eggenberger. (c) 2012 SRF

 

 

CD-Taufe – Konzerte von Bartok, Ligeti und Eötvös

 

Das Konzert von György Ligeti wurde mit dem Ensemble Modern unter Leitung des ungarischen Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös aufgenommen, welche seinerzeit das Werk in Anwesenheit Ligetis uraufgeführt hatten. Das zweite Violinkonzert von Béla Bartok und das Konzert von Eötvös wurden mit dem Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks, Frankfurt, ebenfalls unter der Leitung von Eötvös aufgenommen. All diese Musik hat Wurzeln in der Folklore Osteuropas und der ganzen Welt, ist aber gleichzeitig auch Teil der Gegenwart – sie ist archaisch und aktuell zugleich. Hier sind Eötvös und Patricia Kopatchinskaja in ihrem ureigensten Element.