In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich verstärkt mit Intimität im Kontext der Darstellenden Künste. Ich will verstehen, was wir eigentlich damit sagen, wenn wir im Kontext der darstellenden Kunst eine Situation, eine Berührung oder einen Blick als intim beschreiben? Ist es überhaupt möglich, Intimität in der Öffentlichkeit herzustellen? Oder wird Intimität nur als Synonym für Näherkommen oder Zu-Nahe-Kommen verwendet und markiert damit bestimmte Territorien?

Intimität definiert Territorien. Nähe weckt Verletzlichkeit und wir wollen nicht verletzt werden. Wir fühlen uns bedroht, suchen Schutz und ziehen Grenzen. Eine Karikatur dieser Bedrohung zeichnet das Horror-Genre. Die Schilderung von angsteinflößenden — oft übernatürlichen Ereignissen — eröffnet eine Fiktion, die sinnbildlich unsere Urängste aufgreift, mit ihnen spielt und essentielle Gefühlslagen wie Angst, Ekel und Trauer thematisiert. In meiner Bewegungs-Recherche «silent touch, agility of fear» möchte ich entlang einer klassischen Horror-Erzählung das ausgesprochene Verhältnis von Intimität und Angst ausloten — beide sichern unser Überleben.

Im Studiokontext werde ich Auszüge aus meiner Recherche im Rahmen meiner Residenzen als Associated Artist an der Dampfzentrale Bern teilen.


Allgemeine Maskenpflicht. Zutritt nur mit Covid-Zertifikat (Schweizer Covid-Zertifikat oder Digital Covid Certificate der EU/EFTA) und amtlichem Ausweis (ID, Pass, Fahrausweis). Weitere Informationen hier.

Dramaturgie Thomas Schaupp

Produktionsleitung Kathrin Walde