Krankheitsbedingt muss die Veranstaltung «Die Scheinwerferin» von Naoko Tanaka am Samstag, den 09. März 2013 um 20.00 Uhr ausfallen. Die Dampfzentrale bemüht sich um einen Ersatz. Lisbeth Gruwez’ «It’s going to get worse, worse and worse, my friend» findet wie geplant um 21.00 Uhr statt.

 

Mit einfachsten Mitteln, einer Glühbirne, etwas Pappkarton, ein paar Filmstreifen, etwas Besteck kreiert die in Deutschland lebende japanische Installationskünstlerin eine betörende Performance. Sie widmet sich dem Urelement des Theaters, dem Schein. Aber was ist der Schein? Die äussere Erscheinung wie Schminke, Farbe, Licht und Schatten? Oder sind nicht vielmehr unsere inneren Bilder eigentliche Trugbilder, Chimären, Geister, die ihr flüchtiges Spiel mit uns treiben?

Naoko Tanaka begreift Schein und Sein in neuen Dimensionen. In ihrer dreissigminüti­gen Performance geht sie auf eine fiktive Reise tief ins Innere ihrer selbst. Zitternder Schein einer kleinen Taschenlampe. Das Geräusch eines fahrenden Zuges. Ein Tisch, unter dem Naoko Tanaka eine Landschaft eingerichtet hat: auf einem schwarzen Teppich mit aufgespiesstem Besteck, leeren Keksschachteln, Gestrüpp, einem zerstückel­ten Skelett, Draht und Filmspulen. Das Licht der Lampe wirft die Umrisse dieser Installation riesengross an die Wände. Auf den Tisch hat Tanaka eine Puppe als ihre Doppelgängerin platziert. Mit ihrer Lampe tastet die Künstlerin die kleine Figur ab, deren Schatten im Raum zu spielen und zu tanzen beginnt. Das ist choreografische Massarbeit und zugleich eine Suche der Beleuchterin nach den Schatten in ihrem Leben.

Konzept, Raum, Sound, Performance: Naoko Tanaka. Dramaturgische Mitarbeit: Mariko Harigai. Eine Produktion von Naoko Tanaka und Christine Peterges. Koproduziert durch: TANZTAGE BERLIN/Sophiensaele. Unterstützt durch: POLA Art Foundation, Japan Foundation und PACT Zollverein Essen. Dank an: Gallery Murata & Friends. Preise: the Award, INFANT Festival2011 Novi sad, Sebien. Prix Jardin d’Europe 2012, Festival ImPulsTanz. ZKB Acknowledgment Prize 2012, Zürcher Theater Spektakel.