| Normalpreis | 35.- |
| Ermässigt | 20.- |
| Kinder bis 12 Jahre | Gratis |
| 5er-Pass | 140.- / 85.-* |
| Festivalpass | 250.- / 150.-* |
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*Kulturlegi, IV-Ausweis, Schüler*innen 13–18 J., Studierende, Lernende |
Was die englischen Komponisten des elisabethanischen Zeitalters an vielschichtiger Rhythmik entfalteten, hallt bei James Dillon und Rebecca Saunders heute nach. Ein Dialog zwischen den Zeitaltern.
Die Musik vor Händel und Bach ist in Grossbritannien viel stärker präsent, als sie dies lange in Mitteleuropa war. Das liegt unter anderem an der reichen Chortradition. Die Musik der Tudor-Zeit und des elisabethanischen Zeitalters wurden so weitergepflegt; die Partituren blieben unversehrt. Die Komponist* innen profitieren bis heute – auch ein James Dillon. So erscheint es sinnvoll, die Epochen in einem Konzert einander gegenüberzustellen: Auf der einen Seite die alten Werke, die hier reich verziert bzw. diminuiert erklingen – dies gemäss einem Traktat des Venezianers Silvestro Ganassi. Daraus entsteht eine ungemeine rhythmische Komplexität. Und auf der anderen Seite zwei jüngere britische Kompositionen, in welchen diese Komplexität nachhallt. Dillons Solobratschenstück «Siorram» (Gälisch für «in einem Zauberschlaf») folgt einer mäanderreichen Linie, die durch geometrische Figuren und Traumfelder führt, und streift schliesslich auch die Klänge einer gälischen Fidel. In ihrem «Dialogue» für Viola und Perkussion zitiert die in Berlin lebende Rebecca Saunders Gertrude Stein: « … ein Mensch, der die Aufmerksamkeit fesselt allein durch sein Dasein, es sind nicht Entwicklungen, die entfaltet werden, sondern ‹Seinzustände›, die in harten Schnitten aneinandergefügt sind … Figuren, die nichts taten, sondern waren.»