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Tickets

Normalpreis 35.-
Ermässigt 20.-
Kinder bis 12 Jahre  Gratis
5er-Pass 140.- / 85.-*
Festivalpass 250.- / 150.-*

*Kulturlegi, IV-Ausweis, Schüler*innen 13–18 J., Studierende, Lernende

 

Ruiqi Wang und Claire Gross erzählen in dieser Duo-Performance von der ebenso zerstörerischen wie schöpferischen Kraft des Blitzes – am Beispiel des tragischen Lebens von Cai Wenji, einer Künstlerin der Han-Dynastie.

Eine Saite reisst. Ein Blitz schlägt ein. Was mag aus dem Knall hervorwachsen? Als Kind hörte die spätere Dichterin und Musikerin Cai Wenji (177–249), wie eine Saite auf dem Guqin, der Zither des Vaters, riss. «Die zweite Saite», sagte sie. Eine weitere riss. «Die vierte!». Beide Male habe sie recht gehabt, wie das Buch «Record of Young Prodigies» aus dem 6. Jahrhundert erzählt.

In diesem intensiven Erlebnis, diesem Moment des Bruchs, so schreibt die junge Komponistin Ruiqi Wang, betrat Wenji die Geschichte. Ihr Leben sei ein Nachhall dieses Bruchs gewesen. Es folgten Krieg, Gefangenschaft, zwölf Jahre Exil, zerschmetternd wie ein einschlagender Blitz. Ein Blitz kann jedoch, so die Dualität, auch Wege zur Kreativität erhellen. Aus dem Verlust heraus schuf Wenji die «Achtzehn Lieder einer Nomadenflöte», in denen der Kummer zu einer schöpferischen Kraft wurde.

In ihrer Duo-Performance folgen die Komponistin und Performerin Ruiqi Wang und die bildende Künstlerin Claire Gross den Bruchstellen in Wenjis Biographie. Ihr Gedicht erscheint und löst sich gleich wieder auf: geseufzt, geschrien, verzerrt. Live-Klänge und Elektronik reiben sich aneinander. Und auch die Installation, genäht aus Reispapier, Leinwand und Tagebuchseiten, erzählt von der Zerbrechlichkeit des Lebens.

Programm

Besetzung

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