Für sein erstes Projekt als Associated Artist der Dampfzentrale Bern tut sich Merz mit dem Multiinstrumentalisten Laraaji (USA) zusammen und verwandelt das Kesselhaus in einen sakralen Raum (Stage Design: Jeb Ochmanek). Das einmalige Konzert wird eine Atmosphäre kreieren, wie sie am ehesten noch an Konzerten in Kirchen erlebt werden kann: Ruhe, Erhabenheit, Respekt, Demut, jedoch hier in einem Kontext frei von Religiosität und Glaube. Eine Konzert-Zeremonie zu entwickeln ist die Idee hinter «A Monastic Gig».

Merz hatte diese Idee bereits vor einem Jahr formuliert, ohne damals zu wissen wer ihn bei diesem Vorhaben unterstützen könnte. Es gibt wohl kaum einen Musiker, der perfekter zu diesem Live-Entwurf passen könnte als Laraaji. Der amerikanische Zitherspieler, Sänger und Keyboarder ist der Inbegriff einer experimentellen Auslegung von New Age-naher Ambient Music. Entdeckt wurde der ehemalige Schauspieler und Comedian Ende der 1970er-Jahre von Brian Eno, für den er in der wegweisenden und dem Genre ihren Namen gebenden vierteiligen Plattenreihe «Ambient» ein Album veröffentlichte. Laraaji und Merz werden in der Dampfzentrale Bern während mehreren Tagen ein musikalisches Werk erschaffen, das am 13. Juni 2018 zur Aufführung kommt.

«A Monastic Gig» wird ein aussergewöhnliches, einmaliges Erlebnis. Das Publikum wird in eine Oase der Ruhe und Gelassenheit entführt werden, um sich dem wirkungsmächtigen musikalischen und visuellen Ambiente im Raum hinzugeben.