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Immersion in-between

Der Limbus. Wie lässt sich dieser imaginäre Raum, dieser Ort des Dazwischen fassbar machen? Wie lässt sich ein solcher Nicht-Ort darstellen? Dieser Aufgabe stellen sich die Musikerin und Komponistin Marie Delprat und der Szenograf Thomas Giger innerhalb Ihrer aktuellen Produktion «Limbo», die sie unter anderem während ihrer Residenz in der Dampfzentrale erarbeiten.

Die Herausforderung ist eine doppelte: zum einen das Nicht-Darstellbare, einen imaginären Raum zu formen; zum anderen Materialien zu verwenden, die über den Raum der Bühne hinausgehen. Einen Raum, den auch die Zuschauer*innen mit ihrer Interpretationskraft ausstatten und den sie durch ihre eigene Anwesenheit aktivieren.

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Diese immersive Form stellt für das Künstlerduo ein vielfältiges Forschungsfeld dar. Die Besonderheiten ihrer jeweiligen Disziplinen nähren dabei den Dialog, indem sich eine multidisziplinäre Dimension in Interdisziplinarität auflöst. Die wechselseitige Bereicherung von Klang und visueller Materie fördert die gemeinsame Recherche zur Schaffung eines immersiven Werkes.

«Limbo» hinterfragt im weiteren Sinne die Bedeutung von Grenzorten, von Schwellen in einer zeitgenössischen Welt, zerrissen zwischen Mobilität/Immobilität, Realität/Virtualität. Eine Welt des Wartens, ohne Echo? Ein Ort des Unvorhergesehenen? Was geschieht, wenn diese Welt zerbricht und uns die eigene Fremdheit gespiegelt wird? 

Klang- und Musikkomposition: Marie Delprat, mit Unterstützung von Stanislas Pili.
Szenografie: Thomas Giger.
Dramaturgie: Emmanuelle Delprat, Jeremy Gadras.
Produktion: Maxinthewood Productions / Maxine Devaud.

Fotocredits: Susie Sie.