In «EF_FEMININITY» untersucht ein gender-diverses Ensemble von vier Performer*innen die Begriffe Weiblichkeit, Hyperweiblichkeit und Effemination. Was ist Weiblichkeit? Wem gehört sie? Welche Sehnsüchte, Erwartungen und Realitäten sind an die weibliche Identität geknüpft? Die Initianten Marcel Schwald und Chris Leuenberger wollten in ihrer Kindheit selber Mädchen sein. Doch was Kinder im Spiel und im Alltag entwickeln, muss durch den Gesellschaftsfilter und wird je nach zugewiesenem Geschlecht gefördert oder abtrainiert. Ihre Faszination für weiblich konnotierte Verhaltensweisen blieb aber bestehen. In Indien, wo Geschlechter jenseits des binären Codes auf eine lange Geschichte zurückblicken, knüpften sie Kontakt mit der Journalistin Shilok Mukkati, der Performerin Living Smile Vidya und der Choreografin Diya Naidu. In den Bereichen Feminismus, Queer- und Trans-Aktivismus kämpfen Shilok, Smiley und Diya für die Anerkennung ihrer eigenen Weiblichkeiten. Gemeinsam mit Chris Leuenberger reflektieren sie auf der Bühne Erlebtes, Ersehntes und gesellschaftliche Realitäten in Indien und der Schweiz.

Nach der Produktion «Kreutzberg» (2015), die u.a. Homosexualität im Zweiten Weltkrieg berhandelte, verweben Leuenberger/Schwald erneut tänzerische und biografische Ansätze zu einer Tanzperformance.

 

Künstlerische Leitung: Marcel Schwald & Chris Leuenberger. Performance: Chris Leuenberger, Shilok Mukkati, Diya Naidu, Living Smile Vidya. Assistenz: Anna Josepha Fritsch. Oeils Extérieurs: Joshua Muyiwa, Kirtana Kumar, Merel Heering, Anne Haug. Kostüm: Salome Egger. Lichtdesign & Technische Leitung: Thomas Kohler. Sounddesign & -technik: Thomas Jeker. Produktionsleitung: Sabine Jud, Diffusion: Franziska Schmidt ProduktionsDOCK. Produktion Indien: Sandbox Collective Bangalore.
Eine Produktion von Schwald / Leuenberger in Koproduktion mit der Dampfzentrale Bern und der Kaserne Basel und begleitet von Danse & Dramaturgie, ein Programm initiiert von Théâtre Sévelin 36, in Zusammenarbeit mit der Dampfzentrale Bern, Tanzhaus Zürich, TU-Théâtre de l’Usine, ROXY Birsfelden.
Mit freundlicher Unterstützung von Stadt Bern, Kanton Bern, Fachausschuss Tanz und Theater BS/BL, SSA Société Suisse des Auteurs, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, SüdKulturFonds, Burgergemeinde Bern, Migros-Kulturprozent, Gesellschaft zu Ober-Gerwern, 1 Shanthi Road Studio Gallery Bangalore, Infinite Souls Residencies Bangalore, Adishakthi Theatre Arts Residencies.