| Preise | 25.- / 30.- / 40.- |
| Preiskategorie frei wählbar | |
| Kulturlegi: 16.- | |
| Weitere Ticketinfos (U18, Kultur-GA, Rollstuhlplätze) |
| 20:00 | Türöffnung / Lara Alarcón (DJ) |
| 20:45 | Jamira Estrada |
| 21:45 | Lucrecia Dalt |
| 23:00 | Lara Alarcón (DJ) |
Die in Kolumbien geborene Lucrecia Dalt hat sich einen unverwechselbaren Platz in der experimentellen Popmusik erobert. Ihre Laufbahn von der Bauingenieurin zur Klangkünstlerin begann während ihrer Tätigkeit bei einem geotechnischen Unternehmen in Medellín, wo sie die computerbasierte Musikproduktion entdeckte – eine Offenbarung, die ihr Leben und ihren kreativen Fokus völlig neu ausrichtete. Sie zog nach Barcelona, dann nach Berlin und schliesslich in die USA.
Ihre frühen Soloalben erforschten surrealistische, komplexe Soundwelten, abstrakt zwar aber bereits mit einem gewissen Pop-Appeal versetzt. Mit einer drauf folgenden Trilogie von Werken – Anticlines (2018), No era sólida (2020) und ¡Ay! (2022) erweiterte sie ihre Klangpalette um eine konzeptionelle Tiefe. Insbesondere ¡Ay! fand großen Anklang bei Kritiker*innen und wurde vom international massgebenden britischen Magazin The Wire zum Album des Jahres gekürt. Seit dieser Zeit widmet sich Dalt nebenher auch Filmsoundtracks und schuf die Originalmusik für die HBO-Serie The Baby sowie für Horrorfilme wie The Seed und The Rabbit Hole.
Auf ¡Ay! und ihrem aktuellen Album A Danger To Ourselves hat sie zu einem neuen unverwechselbaren Stil gefunden, verbindet traditionelle Musikstile ihrer südamerikanischen Heimat mit experimentellen Klängen und subtil eingesetzter Studiotechnik. Und damit hat ihre Haupt-Singsprache auch von Englisch zu Spanisch gewechselt. Der Einfluss des beteiligten Musikers und Produzenten David Sylvian scheint unüberhörbar, da Dalts Songs gegenüber dem Vorgängeralbum karger und reduzierter werden. Engster musikalischer Verbündeter ist aber nach wir vor der Perkussionst Alex Lázaro, mit dem sie auch live auftritt.
Jamira Estrada ist eine schweizerisch-mexikanische DJ, Musikerin und Performancekünstlerin, deren Arbeit auf elektroakustischer Komposition basiert. Ihr Debütalbum HUM von 2024 dreht sich um Drone-, Noise- und elektronische Musik und schafft eine komplexe und intime Erzählung, in der das Hauptinstrument – die Goll-Orgel der Zürcher Hochschule der Künste – ins Zentrum gerückt wird um die Körperlichkeit des Instruments greifbar zu machen und die reichhaltigen, vielschichtigen Klangfarben hörbar. Ihr Werk verwandelt die Orgel aus ihrem traditionellen liturgischen Kontext in ein Gefäß für experimentellen Ausdruck, in dem poetische Gesten durch die Resonanz der Pfeifen, die schwingenden Töne und die undefinierten Spektren entstehen.
Jamira Estrada’s Live Shows verwischen die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation und schaffen immersive Klanglandschaften, die sich zwischen Entfremdung und Trost bewegen.
Estrada ist aktive Mitwirkende in der experimentellen Musikszene der Schweiz und Teil vom Mikro Zurich, Cuadro22 und Czarnagora.
Lara Alarcón ist Vocal Artist, Komponistin und Kuratorin aus La Plata, Argentinien, und lebt in Berlin und Bern. Alarcóns künstlerische Arbeit ist breit gefächert – sie arbeitet und tritt in den Bereichen der Vokalkunst, Noise-/Extremmusik sowie der zeitgenössischen, elektroakustischen und multimedialen Musik auf Bühnen in ganz Europa, Lateinamerika und Asien auf. Derzeit ist sie mit ihrem Projekt VQ aktiv, einer Plattform für erweiterte Solo-Performances, die elektronische Musik, Vokalkunst, chorale Pop-Fantasie und extreme Noise-Musik miteinander verbindet. Außerdem tourt sie mit GORZ, einer Noise-Rock-, Experimental-Metal- und Cute-Core-Band. Lara Alarcón ist zudem Mitbegründerin des Labels Numeral mit Sitz in Argentinien und der Schweiz, für das sie Alben und Veranstaltungen im Bereich der experimentellen Musik kuratiert und lateinamerikanische Künstler*innen fördert.