| 15:00 |
Henry Love
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| 16:00 |
221Rn
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| 17:00 |
Donya Speaks
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| 18:00 |
Maxi Ehrenzeller
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| 19:00 |
CRTTR
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| 20:00 |
Tapiwa Svosve
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| 21:00 |
KUMARI
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| 22:00 | aya |
| 23:00 |
Tamriko Kordzaia
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| 00:00 |
royalbrut
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| 01:00 |
Rolf Laureijs
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| 02:00 |
Rainy Miller
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| 03:00 |
Apinti & THY
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| 04:00 |
twoorchids
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Durch den Wald streifen, durchs Geäst, wie ein:e Wölf:in, durch die tiefgrünen Wiesen. Ein kleines Bluten, im Herzen. Der sog. Sonntagnachmittag, alles kristallin. Kristallisiert sich alles heraus. Das Vollmondlicht der letzten Nacht, noch unter die Haut getropft: Schlangenhaut abwerfen. Einfach: move, jump. Sanft – das Abtauchen ganz langsam. Wenn Du weisst, dass Du es willst, dann willst Du es. Henry Thomet vom Café Mokka in Thun eröffnet die extended edition des lazy club.
222Rn oder auch the union of doom der beiden Trios Radon und Film 2. Nichts steht allein in diesem Cluster aus Verzerrung: zwei Schlagzeuge, zwei Bässe und zwei Gitarren werden von einem Chor aus Schreien und Heulen gekrönt. Mit Arch Angelica gibt es die Formation neuerdings auch auf Tape zu erleben. Am lazy club treten 222Rn als 221Rn auf – zu fünft, ohne Instrumente, dafür mit 5 x Musik auf dem USB o.Ä..
Donya Speaks ist Tanz- und Theaterschaffende aus Bern und Tunis. Sie versteht die Bühne als Möglichkeitsraum und das Theater als Mittel zur Gestaltung eines Dialogs. Ganz im Sinne davon teilt Donya auf der Bühne des lazy club Musikstücke aus ihrem Archiv der Stückentwicklungen der letzten drei Jahre – Erinnerungen an die Klangfarben der Orte, an denen sie gearbeitet und gelebt hat: إِلَى آخِرِ الْمَطَ (dt.: «Bis zum Ende des Regens»), eine poetische Tanzperformance, wurde koproduziert vom Tanzhaus Bern und dem Théâtre de l’Opéra Tunis, oder das transnationale und feministische Stück «POETiK P – pluriverse of pussybilities» premierte 2024 in der Dampfzentrale Bern.
Mit einer auffallenden Zuneigung zu Tauben bewegt sich Maxi in bildender Kunst, ist aber auch mit Musik (u.a. bei Prix Garanti) oder Kuratorischem verbandelt: Maxi ist einiges, aber auch einiges nicht – oder in eigener Formulierung: «Maxi is not a dj, neither a singer, but will sing and dj for you. is this all a big pigeon joke and maxi just some smoke☁️?? Or is this going to be so spectacular/striking that there will be some new kind of existence/make-up of dj’s and singers? lets judge this dramatic debut//::lets forget:::lets tune in/out/on….lets fly. see u»
CRTTR ist ein Kollektiv mit basis in Bern, das tradierte Räume und Kulturkonzepte mit unterschiedlichsten Veranstaltungen neu interpretiert. Zwischen Drone, Ambient, Avantgarde und Club-Experimenten fühlt sich das Kollektiv zuhause und organisiert mit Begeisterung Events – natürlich am liebsten in der Dampfzentrale :). Die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft. Wer am lazy club auftaucht, bleibt vorerst ein Mysterium – vielleicht alle, vielleicht nur zwei. Let’s see.
Tapiwa Svosve ist Saxofonist, elektro-akustischer Musiker und Dozent aus Zürich. Mit dem Schweizer Musikpreis des BAK im Gepäck lotet er immerwährend die Potentiale von und zwischen Jazz und Underground aus – ob Solo oder in Gruppierungen wie District Five, Zimmermann – Svosve – Grab, im Trio mit Asma Aroof und Patrick Belaga, undundund…
KUMARI verwebt Stränge aus verschiedensten Genres zu einer wummernden Decke, die vielleicht manchmal kratzt, manchmal schwer aufliegt oder fast davon flattert, aber immer auch viel Wärme spendet. KUMARI aka your local brown babe aka Priya Kumar ist DJ, Musiker*in, und musikalische Leiter*in des Radio 3FACH aus Luzern.
Nach ihrem Konzert am 18. April, wo aya ihr aktuelles Album hexed! auf Hyperdub präsentiert, verweilt die Manchester Experimental-Ikone noch eine Weile in Bern, um am lazy club ein DJ-Set zu spielen. aya ist dabei eine Queen des Vermischens von Genres und Stimmungen und bekannt dafür, ihre Sets immer wieder mit Redebeiträgen und Kommentaren zu moderieren. So hat eine Person mal unter ayas Boiler Room Set Kommentiert: «an aya without a mic is like an angel without wings».
Tamriko Kordzaia ist Musikerin, Dozentin (ZHDK) sowie Kuratorin (Closed Encounters, Musikfesival Bern). Sie hatte sich bereits in ihrer georgischen Heimat einen Namen als Haydn- und Mozart-Interpretin gemacht. Ihre Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik reicht jedoch weit über das Feld der Neuen Musik hinaus, und sie arbeitet auch immer wieder mit Musiker*innen aus der elektronischen Clubmusik, aus der experimentellen Musik oder aus eher Jazz-verwandten Kontexten zusammen. Ebenso sucht sie Verbindungen zu anderen künstlerischen Disziplinen und Feldern. Von 2008 bis 2023 war sie Mitglied des Mondrian Ensembles, mit dem sie im Jahr 2018 den Schweizer Musikpreis erhielt. Mit ihre neusten Formation Ensemble Kiosk erhielt sie 2023 das Zürcher Werkjahr.
royalbrut wäre wohl das Underground-Duo aus der Grosstadt, wenn Bern eine Grossstadt wäre. Die Sounds und Aspirationen extra juicy, die Attitude und der Prosecco dazu hingegen dryer als extra dry. Alle “wach für nüt”, aber dennoch wach. royalbrut sind Eglė Salkauskyte (aka skyte) und Till hillbrecht (aka Trillion Tapeman), releasen im März ihre Debut EP auf Traverse und läuten am lazy club die Glocken hinüber zu 4/21.
Rolf Laureijs aka Frederik aka ½ von a=f/m (und das alles unter anderem) ist ein Klangkünstler, Songwriter und Perfomer aus Willisau, based in Zürich. An der HKB in Bern studierte Rolf Sound Arts und seitdem komponiert er immer wieder Musik für Theaterstücke und Performances. Darin wie auch in all seinen Musikprojekten zeigt sich immer wieder Rolfs feines Gespür für ästhetische, subtile und gleichsam eingehende Melodien und Stimmungen. Sein Set am lazy club wird diesbezüglich sicherlich keine Ausnahme bilden.
Wie aya spielt auch Rainy Miller aus Preston bei Manchester am 18. April in der Dampfzentrale, wobei er die Live-Show zu seinem bald zu erscheinendes Album Joseph, What Have You Done zeigt. Diejenigen, die Rainy Miller am Full Of Lava 2023 erlebt haben, wissen, dass der Musiker und Performer sich gerne und gekonnt in die Untiefen seines Inneres wagt und diese in seinem Schaffen nach Aussen kehrt. Dabei schafft er es immer wieder, Brachiales mit Sinnlichem zu verbinden. Nebst seinem Musikschaffen ist Rainy Miller auch höchst talentierter DJ und wir haben das Gefühl, das lazy club Set up passt perfekt zu seinen Selections.
Apinti und THY sind beides Künstler*innen und DJs, die zusammen für Apintis Sendung «tenderness» auf Radio Bollwerk ein Set gespielt haben mit dem wohl schönsten Spagat zwischen sweet und verzerrt – and if you know lazy club… you know. So entstand also auch die Idee, sie beide zusammen einzuladen. Über ihr Set schreiben Apinti & THY: conversations around yellow boots and touchpoints at a Snitch’s concert, like a pendulum swaying between fieldrecordings and mellow r’n’b music, we once again come together in tenderness, listening into each other and ourselves.
Auf Soundcloud steht geschrieben: — – interweaving spatiotemporal tissue with variable degrees of density + intensity — –
und Saskia Winkelmann hat mal gesagt: twoorchids ist der Wind, der dir gedichte ins Ohr flüstert, Böe, Sturm + die Ruhe davor. twoorchids wandelt sich ständig, aber lässt dich nie fallen. mit wurzeln tief in der erde + sand in den haaren.
das passt alles zu gut, um es nicht einfach so zu übernehmen.
twoorchids bläst uns bei dieser Ausgabe die Kerzen aus, die Dochte und die Herzen glühen noch lange nach.