Mit hoher Geschwindigkeit und atemberaubender Virtuosität wies Édouard Lock mit La La La Human Steps einer ganzen Tanzgeneration den Weg. Sein neustes Werk orientiert sich an den beiden griechischen Liebestragödien «Orpheus und Eurydike» und «Dido und Aeneas». Der britische Komponist Gavin Bryars interpretiert für den Abend die barocke Musik von Henry Purcell und Christoph Willibald Gluck neu. Ein dichtes, hochmusikalisches Bühnenspektakel.

 

Die Musik spielt live. Das Quartett sitzt im hinteren Teil der dunkel gehaltenen Bühne, während die elf TänzerInnen den streng definierten Raum bespielen: meistens auf Spitze, mit kühler Brillanz und höchster Virtuosität. Auf zwei Fahnen projizierte Porträts spiegeln und ergänzen die Tanzszenen. Mit dem ruhenden Bild schafft Lock einen beeindruckenden Gegenpol zur atemlosen Dynamik seiner Choreografie.

 

«Eindrücklich wird da Kunst als Künstlichkeit vorgeführt, indem sich die Tänzer verblüffend sicher auf dem schmalen Grat zwischen lustvoller technischer Brillanz und unheimlicher mechanischer Perfektion bewegen.» (Neue Zürcher Zeitung)

 

Werkeinführung um 19:00 Uhr von Sarah Uwer, Schweizer Tanzarchiv.

 

Choreografie: Édouard Lock. Musik: Gavin Bryars, nach Henry Purcell und Christoph Willibald Gluck. Produktion: La La La Human Steps. Koproduktion: Het Muziektheater Amsterdam, deSingel Internationale Kunstcampus Antwerpen, HELLERAU – European Center for the Arts Dresden, Ottawa National Arts Centre, Singapore Esplanade Theatre. Uraufführung: 5. Januar 2011, Musiktheater Amsterdam.