Das Vertigo Chamber Ensemble der Hochschule der Künste Bern und das Galatea Quartett stellen Werke von György Kurtág in der für ihn wichtigen Umgebung anderer ungarischer Komponisten vor. Kurtág ist ein Mensch, der sehr stark in der Tradition lebt, sich aber ebenfalls sehr für das Schaffen gleichaltriger wie jüngerer KomponistInnen interessiert und einsetzt. Dadurch, dass er 1956 nicht aus Ungarn emigriert ist, wurde er für seine Kollegen und Schüler eine sehr integrierende und inspirierende Figur in der durch den eisernen Vorhang isolierten musikalischen Welt.

 

19:30 Uhr
Vertigo Chamber
HKB

Das Vertigo Chamber der HKB ist ein Kammer­ensemble von Studierenden und ehemaligen Studierenden, welches sich der lebendigen Aufführung von zeitgenössischen Kompositionen widmet.
 
In ihrem Programm bringen sie Kammermusikwerke aus der frühern und mittleren Schaffensperiode von Kurtág zu Gehör, neben einer Komposition von Peter Eötvös, Dirigent und Komponist, jüngerer Freund von Kurtág. Ebenfalls im Programm ist ein Stück von Anton Webern, der zwar nicht Ungare ist, aber einen entscheidenden Einfluss auf Kurtág gehabt hat, der in seinem Pariser Aufenthalt von 1957/58 die Werke Weberns von Hand abgeschrieben hat.
 
Programm:

GYÖRGY KURTAG:
«Ligatura – Message to Frances-Marie» op. 31b (The answered unanswered question), for 2 cellos (or one cello and 2 cellists), 2 violins and celesta (or piano) dispersés dans l’espace
 
ANTON WEBERN:
«Quartet» op. 22, for violin, clarinet, tenor sax and piano
 
GYÖRGY KURTAG:
«A kis csáva» op. 15b, for piccolo, trombone and guitar
 
GYÖRGY KURTAG:
«Quintet à vent» op. 2, for flute, oboe, clarinet, horn and bassoon
 
PETER EÖTVÖS:
«Derwischtanz», for solo clarinet and electronic
 
GYÖRGY KURTAG:
«Bagatelles» op. 14d, for flute, piano and double bass

 

Alicja Marta Pilarczyk: Violine. N.N.: 2. Violine. Lucie Grugier: Cello. N.N.: 2. Cello. Adrian Rigopulos:Kontrabass. Valentina Štrucelj: Klarinette. Àgnes Vass: Flöte. Vicente Ferrer: Oboe. Ryo Yoshimura: Fagott. Barbara Aeschbacher: Tenor Saxophon. N.N.: Horn. Enrico Zapparrata: Posaune. Ye Fan: Gitarre. Gilles Grimaître: Piano.

 

 

20:45 Uhr
Galatea Quartett 

Das Galatea Quartett spielt seit 2005 zusammen. Schon früh stellten sich Wettbe­werbs­erfolge ein, so zum Beispiel in Genf und in Osaka, in Bordeaux und in Florenz. Konzert­tourneen führten durch ganz Europa – unter anderem  in die Wigmore Hall, das Concertgebouw Amsterdam und die Ton­halle Zürich, aber auch nach Indien und nach Japan.
 
In ihrem Programm stellen sie Kurtág in Ver­bindung zu zwei der grössten ungarischen Komponisten: Bartok und Ligeti. Bartok ist neben Beethoven das grosse Vorbild von Kurtág und Ligeti sein bewunderter naher Freund. Ligeti und Kurtág haben gleichzeitig in Budapest studiert und sind von da an bis zum Tod Ligetis nahe verbunden geblieben. Auch nach dessen Tod sagt Kurtág, dass er mit den Werken Ligetis im Dialog bleibe.

Program:
 
BELA BARTOK:
Streichquartett Nr. 3
 
GYÖRGY KURTAG:
Officium Breve
 
GYÖRGY LIGETI
Streichquartett Nr. 1

 

Yuka Tsuboi: Violine. Sarah Kilchenmann: Violine. David Schneebeli: Viola. Julien Kilchenmann: Cello.

 

 


 

15.–17. März
Laboratorium Musikvermittlung der HKB

Das Laboratorium Musikvermittlung der HKB präsentiert kleine, feine, schräge und kluge Aktionen vor, zwischen, während und hinter den Konzerten. Beteiligte Studentinnen: Filomena Felley, Simone Hager, Dina Kehl, Mirjam Kühni, Marie Schmitt, Sibill Urweider.

Leitung: Barbara Balba Weber.