Das erste Solo von Martin Zimmermann passiert in einem Rahmen. Dieser entpuppt sich entgegen seiner Natur als hyper-dynamisch und überhaupt nicht stabil. Die Welt gerät aus den Fugen, Objekte fliegen umher, Magie erfüllt den Raum. Zimmermann verliert den Bezug zur Realität, verwechselt sich mit dem eigenen Spiegelbild, faltet seinen Körper zusammen und wird selbst zum Requisit der Bühne. Der Künstler, gefangen in seinem eigenen Bann und seiner ungestümen Leidenschaft, jongliert, stolpert um ein Haar, wäre da nicht sein schräger Humor, der ihn rettet.

Martin Zimmermann steht seit rund 20 Jahren auf der Bühne. Nach seiner Ausbildung zum Schaufensterdekorateur tauschte er schon bald die Kaufhausvitrine gegen die Bühne und absolvierte das Centre National des Arts du Cirque (C.N.A.C.) in Frankreich. Nach seiner Rückkehr nach Zürich 1998 begann er seine Arbeit als Choreograf und Regisseur. Zusammen mit seinem langjährigen Partner, dem Komponisten und Regisseur Dimitri de Perrot ist er Gründer und künstlerischer Leiter von Zimmermann & de Perrot, deren Stücke weltweit Erfolge feiern. Mit «Hallo» präsentiert Martin Zimmermann sein erstes Solo und entwickelt seine zeitgenössische Clownsfigur weiter. Diese wurde aufgrund Zimmermanns präziser Akrobatik und seinem stets ernsten Gesichtsausdruck oft mit dem Stummfilmstar Buster Keaton verglichen.

Credits
Konzept, Regie, Bühnenbild, Choreografie und Spiel: Martin Zimmermann. Dramaturgie: Sabine Geistlich. Entwicklung Bühnenbild & technische Projektleitung: Ingo Groher. Musik: Colin Vallon. Regie- und Choreografie-Assistenz: Eugénie Rebetez. Kostüm: Franziska Born. Lichtdesign: Sammy Marchina. Tondesign: Andy Neresheimer. Bühnenmeister, Statist: Roger Studer. Bühnenregie, Technisches Büro: Sarah Büchel. Administration, Vertrieb: Alain Vuignier. Internationale Produzentin: Claire Béjanin. Künstlerische Leitung: Dimitri de Perrot/Martin Zimmermann. Produktion: Verein Zimmermann & de Perrot. Koproduktion: Châteauvallon – Centre National de Création et Diffusion Culturelles, Espace Jean Legendre, Compiègne – scène nationale de l’Oise en préfiguration, KVS – Koninklijke Vlaamse Schouwburg. La Filature, scène nationale – Mulhouse, Le Merlan, scène nationale à Marseille avec Pôle Cirque Méditerranée (CREAC de Marseille, Théâtre Europe, La Seyne sur Mer), Le Volcan, scène nationale du Havre, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Maillon – Théâtre de Strasbourg -Scène européenne, Migros Kulturprozent, Theater Casino Zug, Théâtre de la Ville, Paris, Théâtre Vidy-Lausanne, Zürcher Theater Spektakel.
Mit Unterstützung der Ernst Göhner Stiftung, Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung und Fondation BNP Paribas.
Dank an das Schauspielhaus Zürich.