In Zusammenarbeit mit dem Kino Kunstmuseum und Lichtspiel / Kinemathek Bern

 

Keine Frage: New York als Schmelztiegel verschiedenster Kulturen ist und bleibt eine der wegweisenden Musikstädte der Welt. Die Musik der drei Komponisten Stefan Wolpe, Earle Brown und John Zorn stehen für diese Vielfalt. So kam Stefan Wolpe als Emigrant in die Metropole und machte sich einen Namen als radikaler Avantgardist. In der nächsten Generation wurde dann die New York School zum künstlerischen Brennpunkt, wo sich Dichter, Maler und Musiker wie Earle Brown zusammenfanden und sich gegenseitig inspirierten. Schliesslich ist New York auch die Stadt der Aussenseiter wie John Zorn, dessen Musik zwar zwischen Jazz und Avantgarde pendelt, sich im Grunde als radikal jüdisch versteht.

 

Das Konzert des ensemble proton bern fokussiert die Stadt New York und verweist gleichzeitig auf die unglaubliche Vielfalt an Einflüssen und Strömungen, die in dieser Metropole seit den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts das kulturelle Leben ausmacht. Der Reiz daran ist, dass Künste wie Musik, Literatur, Malerei und Film Bezug nehmen aufeinander. Doch auch individuelle Persönlichkeiten vermögen sich in der für ihre sprichwörtliche Toleranz bekannte Stadt zu profilieren.

 

«New York» heisst es rund um den 15. Oktober in der Stadt Bern. Filmvorführungen und ein Gespräch mit Peter Kraut rund um das Konzert des ensemble proton bern möchten den «Duft» New Yorks einfangen und die unterschiedlichsten Gewürze, aus denen er sich zusammensetzt, vermitteln.

 

Programm:

 

EARLE BROWN (1926–2002):

Hodograph I, für Flöte, Klavier/Celesta und Schlagzeug

 

STEFAN WOLPE (1902–1972):

Piece, für Oboe, Cello, Schlagzeug und Klavier

Referat von Peter Kraut zum Thema «New York»

 

Referat von Peter Kraut

 

JOHN ZORN (*1953)

Shibboleth, für Violine, Viola, Violoncello, Schlagzeug und Clavichord

 

EARLE BROWN

Syntagm III, für Flöte, Bassklarinette, Violine, Violoncello, 2 Schlagzeuge, Klavier/Celesta und Harfe

 

 

ensemble proton bern

Leitung: Matthias Kuhn.