Cie 7273 – der Name der Compagnie setzt sich aus den Jahrgängen von Laurence Yadi und Nicolas Cantillon zusammen. 2003 überraschten die beiden Choreografen mit ihrem ersten Stück «La vision du lapin» und schafften es auf Anhieb, sich einen Namen in der internationalen Tanzszene zu machen. Die beiden nachfolgenden Stücke «Simple proposition» und «Climax» überzeugten durch ihr Konzept und durch Klarheit und Konsequenz. Ihre Produktionen waren in der Schweiz und darüber hinaus zu Gast: von Barcelona, Bern und Paris bis nach Tokio und Yokohama…Seit Beginn ihrer Arbeit setzte sich Cie 7273 mit der Frage der Musik im Tanz auseinander. Welche Rolle spielt die Musik auf der Bühne? Soll sie den Tanz illustrieren, untermalen, oder besteht sie eigenständig neben dem Tanz? Kann man populäre Musik in einem Tanzstück verwenden, kann sie live oder digitalisiert sein? Wollen wir Harmonien, dissonante Töne oder doch lieber die Stille? Das Resultat war bis anhin, dass 7273 fast ohne Musik gearbeitet hat. Das soll sich jetzt ändern. In ihrer typisch klugen, witzigen und charmanten Art versucht Cie 7273 in «Laï Laï Laï Laï», eine Band zu bilden. Wie wäre es, als Tänzer einfach so zu tun, als wäre man ein leidenschaftlicher Folksänger? Bewusst linkisch begibt sich Nicolas Cantillon mit der Gitarre auf die Bühne und singt so tiefsinnige Texte wie laï laï laï laï…Laurence Yadi und Nicolas Cantillon wagen sich in ein bisher unbekanntes Terrain. Während sie uns ihre Körperlehre bislang visuell vermittelten, bemächtigen sie sich nun unserer Ohren. Ein selbstironisches Gruppenstück für vier Musiker, die eigentlich Tänzer sind. Bewegungen entstehen ausgehend von der Musik. Der Zuschauer erträumt sich zusammen mit den Tänzern seine eigene Welt… Wie war das noch mal mit Alice im Wunderland…?