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Tickets

Preise 45.- / 10.- (Schüler*innen, Studierende, Kulturlegi)
Weitere Ticketinfos
Ulrich Hofer: Komposition
Philippe Bach: Dirigent

Wolfgang Zwiauer: Bass
Christoph Staudenmann: Schlagzeug

Special Guests:
James Gruntz
Nina Gutknecht
Hanspeter Oggier

Ueli Hofers Orchesterstücke sind aus Spielvorlagen für Jazz-Ensembles entstanden und fast ausnahmslos in seiner Biografie verankert, die ihn u.a. durch Regenwälder und die Medizintechnikindustrie führte. Im Bestreben nach einer Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten überträgt er die führenden Rollen im Klanggeschehen den Orchesterinstrumenten und unterlegt ihnen treibende Grooves aus der Jazzwelt. Das Berner Kammerorchester BKO bringt nun erstmals Hofers gesamte Orchestermusik auf die Bühne, darunter drei Uraufführungen. Die Mitwirkung bekannter Künstler*Innen aus der Pop- und Jazzszene verspricht eine spannende Umsetzung und eine gelungene Versöhnung Hofers «unangestrengt untonaler» (so ein Kritiker) Tonsprache mit den Erwartungen des Publikums.

Für seine Orchesterstücke greift Ueli Hofer in den Werkzeugkasten der ersten Komponistengeneration der sogenannten «Neuen Musik» zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der Zeit der «Skandal»-Aufführungen und Saalschlachten, des Wiener «Watschenkonzerts», Pariser «Massacre du printemps» und einer überforderten Musikkritik, die uneins war, ob der Untergang des Abendlands bevorstand oder bloss die Befreiung von einer überkommenen Zunftordnung. Wir sind offenkundig nicht untergegangen, stattdessen legen wir heute die Definition von Musik weit grosszügiger aus. Hofer für seinen Teil verzichtet auf Maschinenlärm, sonstige Geräusche und Klamauk, schreibt aber an gesittetem Dur und Moll vorbei und zollt der heiligen Dreifaltigkeit aus Melodie, Harmonie und Rhythmus vielleicht nicht immer den erwarteten Respekt. Auch das Orchesterformat ist eine Absage an die romantische Tradition: Der Komponist ist überzeugt, dass die Klangarchitektur seiner Musik mit einem Kammerorchester optimal und in der nötigen Transparenz zur Geltung kommt. Für offene Ohren offener Geister bleibt so stets genug zu entdecken.

Das Programm

Biografien

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