Schweizer Komponisten sind für die meisten Veranstalter und insbesondere Orchester bestenfalls eine leidige Pflicht – nicht so für die basel sinfonietta: Das 1980 von jungen Musikerinnen und Musikern gegründete Orchester präsentiert an der Biennale Bern ein Konzert, welches das enorme Spektrum und die Originalität und Qualität des heutigen musikalischen Schaffens in der Schweiz aufzeigt. Das Konzert beginnt mit einer Wucht: «Moloch» von Martin Jaggi, ein Steinbruch von einem Werk und innerhalb der Schweizer Musik ein völlig neuer und eigenständiger Ton. Und die Uraufführungen des Tessiners Nadir Vassena sowie der beiden sehr konträren Schlagzeuger Fritz Hauser und Michael Wertmüller versprechen hier ähnliche Klangerfahrungen. Während Fritz Hauser selber als Solist auftritt, wird bei Wertmüllers Werk Dominik Blum als Pianist und Hammond-Orgel-Spieler den Solopart übernehmen, ein in fast allen musikalischen Wassern gewaschener Interpret. Ziel der basel sinfonietta ist es, zeitgenössische Musik, Unbekanntes sowie bekannte Werke in neuen Zusammenhängen einem Publikum zu vermitteln, das sich offen zeigt für ungewöhnliche und experimentelle Klänge. Kurzdokumentation über das Stück Zeitkugel:www.lucernefestival.ch/de/komponist/michael_wertmueller/stuecke/zeitkugel/