Es ist eine überaus unübliche DJ-Karriere, die Musiker Andrew Weatherall bis dato hingelegt hat. Während die aktuelle Platte sich eher der krautigen Seite des Genres Electro bedient, war sein Werk in den Nuller-, 90er- als auch späten 80er-Jahre teilweise in ganz anderen Sparten angesiedelt: Mit dem Trio Sabres of Paradise hat er massgeblich die britische Technoszene mitgeprägt – und dies in der ganzen Bandbreite von Acid House bis Dub-Elektronika. Als Produzent wurde er zum Beispiel für die postindustrielle Band Psychic TV oder die Rockband Primal Scream eingespannt. In der Dampfzentrale tritt Weatherall als ebenso begnadeter wie auch gefragter DJ auf, der sich in seinen Sets der gleichen Dynamik verschrieben hat wie in seinen Produktionen: Unvorhersehbar, frisch, intelligent.

Wer aus Bern zu dieser Dynamik passen könnte, ist an einer Hand abgezählt. Princess P. ist an diesem Abend das zweite richtige und wichtige Moment hinter den Plattenspielern. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr ist sie zusammen mit dem Amerikaner Maxmillion Dunbar im Foyer aufgetreten, willkommen zurück!