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Aether – a transcendental waveform market ist eine gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit Clubmusik und Elektronika. Ein Mikrofestival im Innen- und Aussenbereich der Dampfzentrale, inkl. Essen, Bar und vielem mehr.

Tickets

Tickets Gesamtprogramm CHF 35.- / 40.- / 50.-
Tickets Nachtprogramm CHF 25.- / 30.- / 40.- (nur Abendkasse)
Preiskategorie frei wählbar
Kulturlegi: 16.- (nur Abendkasse)
Weitere Ticketinfos (U18, Kultur-GA, Rollstuhlplätze)

Timetable

Outside 18:00 – 23:00 (Bei schlechtem Wetter im Foyer)

12:00 – 14:00 DJ-Mixing Workshop & Austausch für TINFA*-Personen
mit alys(alys)alys
18:00 alys(alys)alys (DJ Set)
20:00 Spivak
21:00 Olan Monk
22:00 Lukas De Clerck

Inside 23:00 – 04:30

23:15 ZULI
23:45 Honour
00:30 ojoo b2b Dis Fig (DJ Set)
03:00 Apostat (DJ Set)

 

alys(alys)alys (DJ)

Die in Brasilien geborene und in Berlin lebende alys(alys)alys erforscht die (Un-)Gemeinsamkeiten zwischen Experimental-, Club- und Soundcloud-Musik und entwickelt dabei seit Jahren einen dynamischen Ansatz für ihre eigenen Produktionen und eklektischen DJ-Sets. Seit ihrem 16. Lebensjahr legt alys(alys)alys als DJ auf und verbindet dabei stets viele verschiedene Sounds – von Indie-Rock bis hin zu frühem Dubstep, von Pop-Kuriositäten der frühen 2000er bis hin zur Clubmusik ihrer Heimat Brasilien.

Seit 2018 ist sie an Orten und auf Partys wie Berlin Atonal, Rewire, CTM Festival, Venedig Biennale, Herrensauna sowie auf einigen der berüchtigten brasilianischen Partys wie Mamba Negra aufgetreten, mit denen sie nach wie vor eng verbunden ist. In ihrer booty&legs-Reihe produziert sie düstere, clubtaugliche Dub-Mashups von Musiker*innen wie Mica Levi, Yung Lean, Lolina, Burial, Elvin Brandhi oder Coil.

 

alys(alys)alys ist eine Künstlerin der SHAPE+ Plattform für innovative Musik und interdisziplinäre Kunst, kofinanziert von der Europäischen Union und Pro Helvetia.

SHAPE+ wird von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor*innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können für sie verantwortlich gemacht werden.
Die Entstehung des Telescopic Aulos wurde durch die Unterstützung von Flandern, dem Staat der Künste und den Koproduzent*innen STUK, Sonic Acts und de Bijloke ermöglicht. Außerdem wurde die Präsentation dieses Projekts durch die Unterstützung des Flämischen Kunstzentrums de Brakke Grond, VierNulVier & STUK ermöglicht.

Spivak

Die Soundsphäre der auf Zypern lebenden Musikern Maria Spivak schwankt zwischen verträumter, synthetischer Entrückung und zeitloser Pop-Romantik bis hin zu einem quälenden Gefühl von Déja-vu-artiger Vertrautheit. Spivak hat ein Jahrzehnt lang auf diesen scheinbar mühelosen Stil hingearbeitet. Nach ihrem MA-Studium der Architektur in England hat sie ihre Wurzeln in Zypern geschlagen. Die Energien der kleinen, aber aktiven lokalen Szene sowie die bewegte jüngere Geschichte der Insel vor dem Hintergrund einer mythenumwobenen Topografie mögen ihrem Stil diese unverwechselbare, leise und dennoch konfliktreiche Seele zu verleihen. Auf den bisher erschienenen drei LPs und einer EP wechseln die Lyrics jeweils mühelos vom Griechischen ins Englische während ihre Live-Performances aus intimen Klangliturgien mit energie-geladenen Ausbrüchen bestehen.

Olan Monk

Olan Monk bewegt sich entlang eingängiger Dekonstruktionen ins experimentelle Songwriting. Dabei dient Melancholie als wichtiger Stofflieferant für ein Storytelling, welches sich in eine Soundkulisse fügt, die Olan Monk selber auch schon mal als Autotune Punk bezeichnet hat. Über inzwischen drei Alben sediert Musik und Text zusammen in ein futuristisches Shoegaze-Gefüge, unscharf genau und mit kantiger Weichzeichnung. Dieses seit jeher von seiner markanten Stimme begleitete Werk erscheint unter anderem auf Labels wie AD93. Olan Monk selbst hat den kleinen aber wichtigen Kosmos um das Label C.A.N.V.A.S. mitbegründet, welches sich nicht nur in der Musik-, sondern auch in der bildenden Kunstwelt entlang der Achse Irland (Olan Monks Heimat), London und Berlin bewegt.

Lukas De Clerck

Lukas De Clerck ist ein in Brüssel lebender Komponist, Musiker und Forscher, dessen Arbeit stets zwischen dem Zeitgenössischen und dem Altertümlichen hin- und herpendelt. Seine künstlerische Praxis konzentriert sich derzeit auf den Aulos – eine antike griechisch-römische Doppelrohrblattflöte, die vor mehr als einem Jahrtausend ausgestorben ist.

Nachdem er sich mehrere Jahre lang eingehend mit der Herstellung von Aulos-Rohren und dem Spielen von Repliken antiker Instrumente beschäftigt hat, folgte De Clerck der Neugier und dem Wunsch, das Instrument von seiner rätselhaften Vergangenheit zu befreien. So entstand eine neue, zeitgenössische Version des Aulos, dessen Klangspektrum auf De Clerck’s Album The Telescopic Aulos of Atlas (2024) auf Stephen O’Malleys Label Ideologic Organ erschienen ist.

Dieses selbst entworfene Instrument ermöglicht es De Clerck, seine Forschungen über die Klangqualitäten des Instruments einzugrenzen, bei denen Mikrotonalität, Psychoakustik und Klangtextur zentrale Elemente sind.

 

Lukas De Clerck  ist eine Künstler der SHAPE+ Plattform für innovative Musik und interdisziplinäre Kunst, kofinanziert von der Europäischen Union und Pro Helvetia.

SHAPE+ wird von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor*innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können für sie verantwortlich gemacht werden.

ZULI

ZULI ist eine Vorauskraft des radikalen Beats, des entfesselten Breaks. Seine Instrumentals sind Wegbereiter für viele ägyptische Rapstimmen, die zusammen mit ihm das Hyperventil einer Generation zwischen Trap und experimenteller Elektronik geöffnet haben. ZULIs erster Release (Trigger Finger, 2018) war in den Zehnerjahren eine der relevantesten Lagebesprechungen der zeitgenössischen arabischen Clubmusik.

Dann: 2024 erscheint Lambda und zu den verzerrten Drums gesellt sich Autotune. Was daraus entsteht ist nicht weniger radikal: Zwischen den Harmonien bleibt der Punk eingeritzt und breitet sich dahin aus, wo ihm Platz gelassen wird. Und von diesem Platz hat es inzwischen mehr als früher: Die Rhythmen sind weniger vertrackt und weniger schnell, der Vibe allerdings liegt nach wie vor mit absoluter Dringlichkeit in der Luft. Am Aether präsentiert ZULI sein Album Lambda (2024) in audiovisueller Umsetzung.

Honour

Honour is Based. Currently in ********* Taking the long way home. #Free Max B
Wir wissen nicht viel über Honour. Wir wissen aber, dass der anonyme Produzent und Musiker 2023 ein höchst stimmungsvolles und facettenreiches Debut Album auf dem Berliner Kultlabel PAN (u.a. Arca, Eartheater, Marina Herlop) herausgegeben hat. Àlàáfíà zeichnet eine gotische Landschaft, durchzogen von verzerrten Beats, schwellenden Orchesterklängen, Chorgesängen und schrillem Fuzz – ein Raum, in dem das Körperliche und Geistige sich begegnen.

Àlááfíà ist eine ruhige Auseinandersetzung mit dem Leben, Tod sowie Liebe, inspiriert von der stillen Poesie beiläufiger Gespräche, Field Recordings, Literatur, Fundstücken und persönlichen Archiven. Das Album ist der geliebten verstorbenen Großmutter gewidmet und gleichzeitig eine Hommage an ihr gemeinsames kulturelles Erbe und ihre Spiritualität.

ojoo b2b Dis Fig (DJ)

Eine wagemutige Idee, aber mit sicherem Ausgang ins Ungewisse war unsere ursprüngliche Idee: Die b2b-Premiere von Mika Oki und Dis Fig. Aus gesundheitlichen Gründen muss Mika Oki jedoch leider absagen. Jedoch freuen wir uns, dass ojoo mit Dis Fig b2b spielen wird am Aether. Eine Kombi, die ebenfalls das Potenzial eines Rundumschlags von Stromgitarre bis globaler Bassmusik birgt. Beide Künstlerinnen verbindet die erprobte Offenheit für das Rohe gleichermassen wie die Spürnase für Internetobskuritäten. Und wo üblicherweise der Tellerrand aufhört beginnt bei beiden ein gern beackertes Terrain. Das haben sowohl Dis Fig als auch ojoo bereits in Soloauftritten respektive anderen Kollaborationen unter Beweis gestellt.

ojoo, alias OJOO GYAL, ist bekannt für ihren eklektischen Mix aus Stilen, Tempi und Sounds und hat ein Händchen dafür, verschiedene Elemente zu einem fesselnden und ansteckenden Erlebnis zu verschmelzen – dies über ein ganzes Spektrum von Genres. Von Old-School-Dancehall bis hin zu seinen futuristischsten und verzerrten Mutationen, die sich durch Dub, Reggaeton, Grime und manchmal Ausflüge ins Laute, Dreckige und Schlammige winden.

Dis Fig ist hauptsächlich als Live Musikerin bekannt, hat den Vibecheck hinter den CDJs aber schon etliche Male bestanden. Die Bandbreite lodert von Industrial-Kavernen zu Trap-Nebenhöhlen – hier geht es um Extreme.

Apostat (DJ)

Während einem DJ-Set von Apostat unterliegen wir einer obskuren, aber offenen Dynamik. Denn hier geht es um diverse Schlagabtäusche innerhalb kurzer Zeit. Stilistisch ist die Einordnung schwierig bis unmöglich, aber immer geht es um das, was Musik sein kann: Nämlich wütend, versöhnend, ungehorsam, scheukappenlos, eben ein um sich greifender Spiegel der Gegenwart. Und wer sich mit genau so wenig Berührungsangst wie Apostat selbst auf diese letzte Stunde der Nacht einlässt, wird mit ungeahnten Verbindungen aus  bekannten und unbekannten Milieus der Clubmusik belohnt.

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