Das Thema:  «Ich kenne unzählige Menschen, die nach dem ewigen Leben dürsten,» notierte der deutsche Publizist Johannes Gross, «aber mit einem verregneten Sonntagnachmittag wissen sie nichts anzufangen.»
Wir werden immer älter, aber die damit einher gehenden Konsequenzen werden meist ausgeblendet oder verdrängt. Viel lieber strebt man in der biomedizinischen Forschung danach, die Grundlagen zu schaffen für eine radikale Lebensverlängerung. Für immer jung – der alte Menschheitstraum scheint nicht mehr eine Utopie zu sein. Der britische Altersforscher Aubrey de Grey behauptet, dass der erste Mensch, der dereinst seinen 1000. Geburtstag feiern wird, bereits geboren ist.
Unsere Sterblichkeit akzeptieren lernen und den Tod nicht als Spielverderber fürchten: das ist kein leichtes Unterfangen. Cicely Saunders, die  britische Pionierin der Sterbehospizbewegung,  formulierte es so: «Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.»
Wie halten Sie es mit Ihrer Endlichkeit? Ist nicht erst kostbar, was auch begrenzt ist? Oder wie lange möchten Sie leben? Reicht ein Jahrhundert oder müssen es schon 200 Jahre sein, um alle Ecken de Welt kennenzulernen, die zahllosen Freizeitangebote  zu geniessen und noch die Ururenkel aufwachsen zu sehen?

Die Jury
Barbara Traber, Schweizer Schriftstellerin, Journalistin und Lektorin, Peter Gross, Prof. Dr. rer. pol., Autor und Publizist und Artur K. Vogel, «Bund»-Chefredaktor bilden die dreiköpfige Jury.

Programm
•    Die drei besten Autorinnen und Autoren lesen ihre Essays
•    Der Autor und Schweizer Schauspieler Daniel Ludwig führt durch den Abend
•    Das Jazz-Trio Nicole Eggenberger, Jürg Bucher und Florian Favre sorgt für musikalische Akzente
•    Das Publikum entscheidet per Urnenabstimmung über die Platzierung auf dem Podest