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Biennale Bern 2010 - WUT

10. - 18. September 2010

Biennale Bern 2010 - WUT Ein spartenübergreifendes Festival für zeitgenössische Kunst


Mit der Biennale hat Bern etwas Einmaliges geschafft: Die grossen und viele kleinere Kulturinstitutionen der Stadt Bern haben sich zusammengefunden, um alle zwei Jahre gemeinsam ein multidisziplinäres Festival zu gestalten, in dessen Zentrum das zeitgenössische Schaffen steht. Jede Institution trägt im Rahmen ihrer Möglichkeiten programmatisch und finanziell zur Biennale bei. Für einmal geht es nicht um Abgrenzung und Konkurrenz, sondern um den Austausch und die Konzentration der Kräfte.
Wut ist das Thema der diesjährigen Biennale. Wut hat heute einen schlechten Ruf; es gehört sich nicht, wütend zu sein, und schon gar nicht, öffentlich seine Wut zu zeigen. Im gesellschaftlichen wie im privaten Bereich werden Diplomatie und Rhetorik mehr geschätzt als ein brachialer Schlag auf den Tisch. Und auch von der Kultur erwartet man eher Abgehobenes als die schonungslose Direktheit eines Wutausbruchs. Und doch: Anlässe, wütend zu sein, gibt es zuhauf!
Das Kuratorium der Biennale war von diesem ausserordentlichen Gefühl namens Wut fasziniert. Wut ist etwas Eindeutiges, Direktes und Eindimensionales. Wut ist nie langweilig; sie hat nichts mit schlechter Laune, Unlust oder Allüre zu tun. Von diesem Punkt aus hat das Kuratorium ein reichhaltiges Programm zusammengestellt, das alle Altersgruppen anspricht, alle Kunstsparten umfasst. Der an der letzten Biennale eingeführte Schwerpunkt mit aussereuropäischen Produktionen wurde in diesem Jahr noch bis Japan und Südafrika erweitert.
Ein spezielles Augenmerk haben wir auf das Festivalzentrum gelegt, das täglich ab 21:30 Uhr im umgestalteten Foyer des Stadttheaters Bern ein ebenso grelles wie abgründiges Programm bietet. Wir erhoffen uns, dass auch diese Ausgabe der Biennale Bern ein zahlreiches Publikum findet und dass sich die Liebhaber der unterschiedlichen Kunstsparten mischen und in neue Dialoge miteinander treten.



Alle Veranstaltungen:

Samstag, 11. September 2010, 14:00
Simone Aughterlony und Jorge León: «To Serve» «House Without A Maid» (im Haus der Universität)

Samstag, 11. September 2010, 18:30
Simone Aughterlony und Jorge León: «To Serve» «Vous êtes servis» (Film im Kino Kunstmuseum)

Samstag, 11. September 2010, 20:30
Simone Aughterlony und Jorge León: «To Serve» «Deserve»

Sonntag, 12. September 2010, 11:00
Simone Aughterlony und Jorge León: «To Serve» «Vous êtes servis» (Film im Kino Kunstmuseum)

Sonntag, 12. September 2010, 13:00
Simone Aughterlony und Jorge León: «To Serve» «House Without A Maid» (im Haus der Universität)

Sonntag, 12. September 2010, 19:00
Simone Aughterlony und Jorge León: «To Serve» «Deserve»

Montag, 13. September 2010, 18:30
Simone Aughterlony und Jorge León: «To Serve» «Vous êtes servis» (Film im Kino Kunstmuseum)

Dienstag, 14. September 2010, 18:00
«Charles Ives, Concord Sonata» Klavierrezital. Präsentiert von der IGNM Bern.

Dienstag, 14. September 2010, 20:00
Ensemble Klang (NL): Heiner Goebbels' «Walden» 21:30: «Abwalden» - ein Tönstör-Projekt

Mittwoch, 15. September 2010, 18:00
«Charles Ives, Concord Sonata» Klavierrezital. Präsentiert von der IGNM Bern.

Mittwoch, 15. September 2010, 20:00
Ensemble Klang (NL): Heiner Goebbels' «Walden» 21:30: «Abwalden» - ein Tönstör-Projekt

Freitag, 17. September 2010, 20:00
Emma Murray: «You Should Have Seen Me»

Samstag, 18. September 2010, 18:00
basel sinfonietta Neue Töne aus der Schweiz

Samstag, 18. September 2010, 20:00
Emma Murray: «You Should Have Seen Me»