6. Mai 2013
Tanz im Frühling
8. - 26. Mai 2013
23. April 2013
AUAWIRLEBEN
Zeitgenössisches Theatertreffen Bern
24. April - 5. Mai
20. März 2013
Wir bieten eine Anstellung als VERANSTALTUNGSTECHNIKER/IN (80%)
Alle Informationen finden Sie hier -->
15. April 2013
MARTIN REV vom Duo Suicide, live diesen Freitag!
9. April 2013
NZZ von heute über Virgil Moorefield (am Donnerstag live in der Dampfzentrale)
"(...)Was für Klänge produziert diese «Pocket Orchestra» mit einer Intensität sondergleichen! (...) Eindrücklich, wie sie hochkonzentriert und präzise diese Musik realisieren." Hier nachzulesen: www.nzz.ch/virgilmoorefield
Eine grossartige 4-minütige Dokumentation können Sie hier sehen:
29. März 2013
Virgil Moorefield präsentiert seine audiovisuellen «Intermedia Works» am 11. April in der Dampfzentrale
26. März 2013
LITTLE ANNIE ist diesen Donnerstag zurück in Bern (remember Saint Ghetto 2009...)
Hier ein aktueller clip von ihr: www.youtube.com/watch?v=Q441QPORGQI
15. Februar 2013
Stellenausschreibung: Verantwortliche(r) Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit (80%)
Alle Informationen finden Sie hier -->
27. Februar 2013
Vorschau: Das «traditionelle» Minifestival im Frühling ist György Kurtág gewidmet
24. Januar 2013
HEIMSPIEL 2013
Berner Tanzschaffen in der Dampfzentrale
1. - 24. Februar
14. Januar 2013
DORIT CHRYSLER live (Freitag 18. Januar)
Am Freitag 18. Januar spielt im Foyer der Dampfzentrale die wohl einzige Popsängerin, deren Hauptinstrument das Theremin ist. Im Vorprogramm tritt der Londoner Punk-Poet PATRIK FITZGERALD auf, der zum ersten Mal in seiner über 30-jährigen Karriere auf einer Schweizer Bühne stehen wird.
31. Dezember 2012
SONIC MOUNTAINS
3. Dezember 2012
SHIT & SCHEIN
Bist Du jung oder hungrig? Hast Du genug von vorgespurten Klängen und abgetakelten Beats? Komponierst Du, machst Du Lärm, schreibst Du Songs, experimentierst Du mit Sounds? Hast Du Lust Deine Musik einem interessierten Publikum vorzustellen? Bist Du bereit, die Bühne mit völlig unterschiedlichen MusikerInnen zu teilen? Dann bewirb Dich Für Shit & Schein!
Shit & Schein findet am 25. Januar 2013 in der Dampfzentrale Bern statt. Eine Jury, bestehend aus Roger Ziegler und Till Hillbrecht (beide Dampfzentrale), Gisela Feuz (The Monofones), Daniel Fontana (Bad Bonn) und Louis Schornoz (Blues Horror Brigade) wählt 6 Acts aus.
Den ausgewählten MusikerInnen stehen maximal 30 Minuten auf einer professionellen Bühne im Foyer International zur Verfügung. Anreise, Verpflegung und Unterkunft werden vergütet. Das Eintrittsgeld wird unter den MusikerInnen verteilt.
Als Bewerbung dient eine A4-Seite und eine Sounddemo (CD/Link). Die Eingabefrist läuft Ende dieser Woche ab: Alle Einsendungen bis zum 7. Dezember 2012 können wir berücksichtigen.
Bewerbung an: shitundschein@dampfzentrale.ch oder Dampfzentrale Bern, Marzilistrasse 47, 3005 Bern.
28. November 2012
SAINT GHETTO. Rückblick
Trotz den kurzfristigen Absagen von Phantom Ghost und Soap & Skin, die uns ziemlich auf Trab hielten, lässt sich im Rückblick sagen, dass die 5. Ausgabe des SAINT GHETTO-Festivals erfreulich und gelungen war! Während die jüngeren, obengenannten Bands, wegen Erkältungen darniederlagen (Ane Hebeisen in 'Der Bund': "Die Jugend schwächelte"), haben legendäre Pop-Avantgardisten wie The Legendary Pink Dots, Rhys Chatham, Esplendor Geometrico (erstmals in der Schweiz) oder Tuxedomoon (erstmals in Bern), die alle seit weit über 30 Jahren musikalisch aktiv sind, gezeigt, dass sie nicht zum alten Eisen gehören. Gefreut hat das von Tuxedomoon auf ihrer Website gepostete statement: "We had a splendid time in Switzerland and the people at the Dampfzentrale and the St. Ghetto Festival were top notch. Bern is a real pearl." So vergessen wir denn die ärgerlichen Ausfälle und freuen uns an dem was war. Den anwesenden Gästen danken wir herzlichst für Ihr Erscheinen an der Jubiläumsausgabe von SAINT GHETTO!

23. November 2012
Foyer-Reihe am Saint Ghetto-Festival
Nachdem wir den Schock mit den beiden Absagen (siehe Newsmeldung unten) langsam verdaut haben, wollen wir auf die guten Neuigkeiten hinweisen. Da sich nicht innerhalb jeweils 24 Stunden ein adäquater Ersatz für die wegen Krankheit abgesagten Festivalheadliner finden liess, haben wir spontan eine late night-Schiene mit lokalen Bands im Foyer in's Leben gerufen. Gestern abend spielte das famose Duo The E's ihren ausufernden Stoner Space Rock, heute Abend wird die Band Sum Of R den Abend mit hypnotischem Drone Doom Rock beschliessen. Vorher spielen The Legendary Pink Dots (GB/NL) und Hildur Gudndadottir (IS).

Sum Of R
22. November 2012
Phantom Ghost- und Soap & Skin-Auftritte wegen Krankheit abgesagt
Das Saint Ghetto-Festival ist vom Pech verfolgt!
Die Dampfzentrale muss sehr kurzfristig umdisponieren: Für das Musikfestival Saint Ghetto sagen die Top acts von gleich zwei Abenden des dreitätigen Events ab.
PHANTOM GHOST stand als main act am Donnerstag auf dem Programm: Kurzfristig sagte die Band aus Deutschland aus Gesundheitsgründen des Sängers Dirk von Lowtzow das Konzert in Bern ab. Jetzt hat auch SOAP & SKIN ihr Freitagkonzert annulliert: Derzeit in Frankreich unterwegs, hat Anja Plaschg die gesamte Tournee mit Konzerten in Frankreich, Österreich und eben der Schweiz aus Gesundheitsgründen abgebrochen.
Für den ersten Abend hat die Dampfzentrale als Entschädigung ein lokales Duo verpflichtet: THE E’S werden den Donnerstagabend mit ihrem ausschweifenden Stoner Spacerock abrunden. Für SOAP & SKIN bemühen wir uns derzeit noch um einen Ersatz.
An beiden Abenden finden die übrigen Saint Ghetto-Konzerte wie geplant statt: Donnerstag spielt Sven Kacirek sowie David Maranha & Z’ev, am Freitag The Legendary Pink Dots und Hildur Gudnadottir. Der Samstagabend mit Tuxedomoon, Rhys Chatham’s Bern Project und Esplendor Geometrico bleibt unverändert.
Für das Ticketing wendet die Dampfzentrale folgende Regelung an:
Vorverkauf-Tickets: Besucht jemand trotz des veränderten Programms die übrigen Konzerte, erstattet die Dampfzentrale 15 CHF als Entschädigung; möchte jemand nicht mehr an die Konzerte, erhält er ein Ticket für einen anderen Saint Ghetto-Abend seiner Wahl. Die Regelung für die Abendkasse wird vor Ort mitgeteilt.
12. November 2012
SAINT GHETTO 2012
Do. 22. November 2012
PHANTOM GHOST (D)
SVEN KACIREK (D)
DAVID MARANHA & Z’EV (P/USA)
Fr. 23. November 2012
SOAP & SKIN with ENSEMBLE (A)
THE LEGENDARY PINK DOTS (GB/NL)
HILDUR GUDNADOTTIR (IS)
Sa. 24. November 2012
TUXEDOMOON (USA)
RHYS CHATHAM’S BERN PROJECT (USA/CH)
ESPLENDOR GEOMETRICO (E)
Vorverkauf: www.starticket.ch
26. Oktober 2012
STUDIERENDE DER HOCHSCHULE DER KÜNSTE BERN, STUDIENGANG THEATER, SCHREIBEN ÜBER DIE INTERNATIONALE TANZREIHE
Eine Aufführung voller Verwirrung, Gegensätze und Fragen. Ein Spiel mit der Realität. Ich sehe Dinge und Personen, die es nicht gibt, Handlungen, die erst noch passieren werden, bin nicht real und irgendwie doch. Aber was ist denn überhaupt Realität? Offenbar sind Realität und Wahrnehmung nicht das selbe, aber wer entscheidet denn ob ein Gesicht, das ich in einem Karton mit einer Brille und einer Krawatte sehe real ist oder nicht? Wer entscheidet wie sich die Realität aus unser aller Wahrnehmungen zusammensetzt? Ich erlebe eine Aufführung, die auf so spielerische Art mit philosophischen Themen umgeht, dass ich gar nicht mehr das unbedingte Bedürfnis nach Antworten habe, sondern einfach im Gedankenkarussell mitfahre. (Cornelia von Grafenstein)
Es ist Samstag. Bin Zuhause mit Freunden am Nachtessen zu einem guten Glas Wein. Bin müde vom Tag, kopflastig. Begebe mich mit vollem Magen und leicht heiteren Stimmung zur Dampfzentrale um uns die Aufführung von Daniel Linehan anzuschauen. Schon wieder Tanzen. Bin leicht genervt, da ich mir einen erholsamen Abend gewünscht hätte. Die Vorstellung beginnt. Vom ersten Moment an packte es mich und riss mich gewaltsam aus meiner demonstrativen Haltung und liess mich wie ein Kind von jeder neuen Kleinigkeit begeistern. Synchron auf Perfektion. Komplexität in Bewegung. Auf der Leinwand zeichnet sich eine geglaubte Kopie der Realität auf der Bühne ab, die sich hin und da unterscheidet.Die grosse junge Tänzernn, die während der Aufführung Olga genannt wird, dreht sich in einer Sequenz um und begegnet plötzlich ihrem eigenen Ich, dass sie für eine Moment erstarren lässt. Die Frage von Realität und Zeit schwirrt im Raum. (Kay Kysela)
An diesem Samstagabend stand Daniel Linehans „Gaze is a Gap is a Ghost“ im Mittelpunkt. Ein weiterer Samstagabend, der gut für die Erholung gewesen wäre, wird in Anspruch genommen. Ohne jegliche Erwartung setze ich mich in den Zuschauerraum, in dem ich mich bald als Geist der Realität sehen würde, jedoch noch ohne es zu wissen. Sekunden nach Beginn der Aufführung kann ich meine Augen nicht mehr vom Geschehen auf der Bühne lenken. Synchronizität in Perfektion spiegelt die Bewegungen auf der Bühne, so wie auf der Leinwand wieder. Hingegen wird diese unglaubliche Präzision des Reellen, des Gezeigten ein Kampf gegen die Leinwand. In der Aufnahme wird nach kurzer Zeit zum ersten Mal die Tribüne gezeigt, ohne jegliche Zuschauer. Absolute Leere. Die Abwesenheit wird anwesend gemacht, als ob Geister im Zuschauerraum auferstehen. Die Leinwand ist eine zweite Dimension der Realität auf der Bühne. Und dann kommt der Moment, indem der Film weiterläuft, die Tänzerin, welche in der Aufführung Irina genannt wird, jedoch stehen bleibt und sich umsieht. Der Bruch, welcher klar macht, an etwas Aussergewöhnlichem Teil zu haben. (Julian Schneider)
Zu Beginn steht in der Mitte der Bühne eine grosse weisse Leinwand, auf welcher Anneleen Keppens stehend mit konzentriertem Blick zu sehen ist. Die Perspektive auf der Leinwand entfernt sich gleichmässig weg von ihr, während in demselben Rhythmus Salka Ardal Rosengren mit einer Brille zusehen ist, wie sie sich auf er Bühne rückwärts bewegt. Salka Ardal Rosengren blickt immer wieder hastig in verschiedene Richtungen und bewegt sich dazu im ganzen Raum. Die Perspektive auf der Leinwand gibt stehts ihren Blickwinkel wieder. Als sie jedoch nach einer gewissen Zeit ihren Blick in die Richtung des Publikum schwenkt, ist auf der Leinwand entgegen meiner Erwartung nicht das Publikum zu sehen sondern nur die leeren grünen Stuhlreihen. Erstaunlich! (Simon Roffler)
„Was immer du tust, alles machst du irgendwann zum ersten Mal.“- an diesen Satz aus Dendemanns „Das erste Mal“ erinnerte mich das, was ich bei der Aufführung von Daniel Linehans „Gaze is a Gap is a Ghost“ zu sehen bekam. Das Spiel mit Raum und Zeit, in das sich die drei jungen Tänzerinnen begaben und an welchem sie auch das Publikum durch den Schwenk der Videoprojektion in die Stuhlreihen teilhaben ließen, stimmte mich nachdenklich: Welche Rolle spielt der Faktor Zeit in unserer Erlebniswelt? Warum nehme ich denselben Vorgang an einem Tag so und an einem anderen völlig anders wahr? Gibt es überhaupt so etwas wie Wiederholbarkeit und wenn ja, ist sie ein erstrebenswertes Ziel? Man sagt, das Theater sei die flüchtigste aller Künstformen. Aber was auf der Welt ist denn beständig, wenn doch alles von unserer wankelmütigen Wahrnehmung abhängt? Und was bleibt uns anderes übrig, als mit dieser Unabänderlichkeit der Veränderung spielerisch umzugehen? Uns den Ball gegenseitig zuzuwerfen ohne zu wissen, ob der Andere denselben Ball fangen wird, den wir gerade losgeworfen haben. Die Vielfältigkeit und die Möglichkeiten unserer Wahrnehmung zu entdecken und uns aufeinander einzulassen. Und so kann man die Spitze des Eisbergs wohl erreichen: „Ich tu alles als tät ich's grad zum ersten Mal.“ (Hanna Röhrich)
Besonders bemerkenswert waren die Momente, in denen die drei Frauen, rhythmisch sprechend, sich immer wieder auf den Boden geschmissen haben. Das sich immer wiederholende Hinfallen hat, meiner Meinung nach, den Spass des Arbeitsprozesses gezeigt. Ich persönlich habe viel über den Fall auf der Bühne nachgedacht, und mich deswegen umso mehr gefreut, eine neue Arbeitsweise zu sehen, mit diesem Element umzugehen. (Christina Berger)
Tanzen zu sich selbst, mit sich selbst, mit sich.... zeitversetzt.... Das Video der Tänzerinnen gibt den Ton an ..... bemerkenswert. (Gina Haller)
Für mich war es spannend die drei Tänzerinnen Salka Ardal Rosengren, Anneleen Keppens und Maria Silva zu beobachten in ihrer Individualität über Blicke und Stimme, besonders aber auch in ihrem Miteinander. Mal sah ich drei Freundinnen, mal drei Schwestern, jeder mit jedem, zwei gegen einen, jeder mit sich. Dieses Zusammenspiel weckte in mir starke Erinnerungen an meine Kindheit. (Marie Popall)
Von Anfang an, wenn man erkannt hat dass die Bilder der Leinwand voraufgezeichnet sind und die Tänzerinnen sich im jetzt synchron dazu bewegen, ist klar dass hier genaues beobachten gefragt ist. Die Synchronität wird lange mit erstaunlicher Präzision beibehalten, bis bei einer der Tänzerinnen, eine deutliche Zeitverzögerung zu sich selbst entsteht und plötzlich still, sie hält inne und betrachtet Ihr selbst auf der Leinwand, wie es Ihr hinforttanzt. Dieser Bruch verschafft einen neuen Blick auf die akkuraten, vorhergegangen Bemühungen mit dem Abbild seiner selbst und dem Bild in den Augen der anderen synchron zu bleiben. (Max Roenneberg)
Mich beeindruckte an diesem Tanztheater das Spielen mit der Zeit, der Doppelgängigkeit, der Spiegelung. Faszinierend wie den Tänzerinnen die Genauigkeit gelang, sich selber zu spiegeln und es zudem trotz der Synchronität sehr spontan wirkte. So ergab sich für mich noch eine ganz andere Dimension; Man sah die Tänzerinnen nicht nur doppelt sondern auch gleichzeitig von anderen Körperseiten. Mir bleibt immer noch das Bild als sich zwei Tänzerinnen gegenüber standen und man von der einten auf der Bühne nur den Rücken sah, aber dank der Kamera einem den Gesichtsausdruck dieser Tänzerin trotzdem mitgeteilt wurde. Dieses Spiel der aufgenommenen Person auf der Leinwand mit den Personen auf der Bühne empfand ich als sehr interessant. (Andrea Zwicky)
Als bemerkenswert empfinde ich die Art und Weise, wie die TänzerInnen mit dem Körper umgehen. Dass sie ihn in verschiedener Hinsicht in Frage und Verhältnis zueinander stellen, auch wie sie mit den einzelnen Körperteilen spielen. Der ganze Körper verschmilzt, wird zu einer Masse, alles wird gleichwertig. Als Anna Pi getanzt hat, waren nicht ihre nackten Brüste im Vordergrund, sondern ihr ganzer Körper mit allem drum und dran... Die Körperspannung beim Drehen der Tänzer zählt für mich auch zu den bemerkenswerten Momenten. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich selber gar nicht drehen, sondern sie werden gedreht, so kontrolliert und gespannt waren sie...Wie diese Figuren auf einem Drehkarussel... (Andrea Zwicky)
Drehen. Drehen. Drehen. Drehen mit ausgestreckten Händen. Drehen auf den Zehenspitzen. Kleine Schritte mit aufrechtem Körper. Muskulöse Körper. Der Kopf sich drehend. Durch die schnelle Bewegung kaum mehr zu erkennen. Ich sehe menschliche Puppen, die sich unkontrolliert kontrolliert wild tanzend durcheinander drehen. Wonach streben sie? Was ist ihr Ziel? Tanzen bis zur Trance? Das Licht im Saal wird dunkel. Mein Atem entspannt sich wieder. (Kay Kysela)
Als Ana Pi gefühlt alleine auf der Bühne tanzt, den Oberkörper nackt, fällt mir auf wie zierlich ihr Körper ist. Gemeinsam mit einigen kleinen und engen Bewegungen wirkt sie für mich dadurch sehr zart und zerbrechlich. Doch sehe ich auch, wie muskulös sie ist, wenn sie sich mit einer Grösse und Stärke bewegt, die einen Moment davor kaum denkbar ist. Ich finde es bemerkenswert wie sie den Widerspruch aus Zartheit und Kraft in ihrem Körper vereint. (Cornelia von Grafenstein)
Freitagabend. Ich will irgendwie raus. Raus aus der vergangenen Woche, raus aus meiner Wohnung, raus aus mir. Es will mir aber nicht gelingen, ich sitze vor der Dampfzentrale, eingemummelt in meinen Deckmantel aus Müdigkeit. Erst als ich den Raum betrete, in dem sich Licht, Farben, Musik und sich drehende Körper zu einer dichten, fast dröhnenden Atmosphäre verweben, werde ich von der Schrillheit dieser Komposition aus meinem Tran gerissen. Die Diskoderwische vor mir auf der Bühne transportieren mich ins Hier und Jetzt, die Frage, ob ich mich auf die Show einlasse, kommt gar nicht erst auf. Ich habe das Gefühl, mit ihnen zusammen auf einem Seil von Moment zu Moment zu balancieren. Diese bannende Präsenz wird beinah in jeder Sekunde neu geschaffen, einer dieser Augenblicke, die mir klar machen, auf welche Weise dies geschieht, ist Alex Muglers wacher Blick ins Publikum: Er scheint die Situation zu geniessen und auszukosten, er hält sie nicht nur aus, sondern schöpft sogar aus ihr. Dieser ungehemmte Genuss, den die Tanzenden an diesem Abend ausstrahlen, überträgt sich auf mich, lässt mich aufatmen – und ich bin draussen! (Hanna Röhrich)
Für mich war es besonders bemerkenswert festzustellen, was für unterschiedliche Empfindungen und Eindrücke das Stück bei den Zuschauern auslöst. Ich höre viele Stimmen, die die Inszenierung wie eine exzessive Clubnacht wahrnehmen, in der sich fünf Tänzer genussvoll mit ihren Körpern der Musik hingeben und das Verlangen nach einer Teilnahme an eben dieser hervorholen. Auf der anderen Seite vernehme ich von einigen Zuschauern, dass während dieser Ästhetik des Exzesses noch eine andere Ebene im Raum aufkommt, ein Eindruck der Verletzlichkeit und des Ausgeliefertseins seitens der Tänzer gegenüber dem Publikum, in einer besonderen, eigenen Form von Intimität. Vielleicht ist es gerade der offene, konfrontative Raum, der geschaffen wird, indem es keine explizit narrative Ebene gibt, der diese verschiedenen Wahrnehmungen ermöglicht? (Marie Popall)
Man wird verdreht, weil es sich dreht und dreht, doch das ist nur Schein, es verdreht dem Zuschauer mehr den Magen als François der Tänzerin, denn sie bleibt plötzlich völlig unvermittelt stehen, aus dem tranceartigen Drehen heraus, eingefroren mit einem Bein steil in die Luft gereckt. Technisch absolut bemerkenswert und fremdartig unnachvollziehbar, so erscheinen diese Körper im Exzess und gleichzeitiger Präzision. (Max Rönneberg)
Laute Clubmusik....im ersten Augenblick.... eine leere, weite Bühne in weisslichem Neonlicht..... darauf bewegen sich..... 5 Tänzerinnen drehen, drehen sich.... 5-10 Minuten.....???.... erscheinen unendlich...ewiglich und auch irgendwie magisch. (Gina Haller)
Musik dröhnt in meinen Ohren. Die Tänzer auf der Bühne bewegen sich. Es scheint als würden sie gemeinsam mit der Musik den Raum zum Vibrieren bringen. Die Tänzer erzählen mit ihren Körpern. Provozierend und berührend zugleich. Immerzu von der lauten Musik begleitet. Dann plötzlich Stille. Atem. Leises Trippeln. Die Musik hat aufgehört zu spielen. Das erste Mal nehme ich die Tänzer auf eine gewisse Weise neutral wahr. Konzentration. Anstrengung. Ihre eigene Welt. Das alles wird mir plötzlich bewusst. Bemerkenswert. (Nadja Rui)
Im Vordergrund sehe ich, wie sich Ana Pi mit nacktem Oberkörper zur live gemixten Musik der beiden DJs bewegt. Ich beobachte wie an ihrem ganzen Körper, passend zum Rhythmus der Musik, ruckartige aber klare Bewegungen entstehen. Ihr Bewegungsstyle (Krumping) im Einklang mit der Musik lässt mich glauben, dass alleinig die Musik im Zusammenspiel mit dem Boden den Körper im Raum bewegt. Bemerkenswert! (Simon Roffler)
Die dröhnende elektronische Musik bringt den Wartebereich des Eingangs ins Schwingen. Der Bass ist schon deutlich zu spüren. Auf der Bühne, fünf Menschen in Tutus, die sich ununterbrochen in dieselbe Richtung drehen. Zwei Männer und drei Frauen. Der ständige Wechsel der Farben der Lichterstäbe über der Bühne, welche auch weit in den Zuschauerraum reichen, untermalt die bemerkenswerte Dynamik der Tänzer. Einer nach dem anderen verschwindet und taucht sogleich wieder mit einer neuen Eigenschaft auf, wobei das Ganze wie ein Spiel wirkt. Nackt, in einem Overall, mit Perücke, ohne Perücke, in Leggins, mit und ohne Make-up, choreographierter Sex auf der Bühne bis zum Exzess, und da passiert es. Eine der Tänzerinnen liegt mit entblösstem Oberkörper in der Mitte der Bühne auf dem Rücken, während die vier weiteren Tänzer, auch alle mit nacktem Oberkörper, um sie herum sitzen, mit leerem Blick ins Publikum schauen und ihr über den Körper streicheln. Ein Moment, der mir die Kehle zuschnürt aber mich dennoch anzieht. (Julian Schneider)
Texte von Studierenden des 1. Jahrgangs Studiengang Theater der Hochschule der Künste Bern, aus dem Kurs «Aufführungsanalyse». Dozentin: Maren Rieger.
18. September 2012
Internationale Tanzreihe Dampfzentrale Bern
19. Oktober - 11. November 2012
6. September 2012
Biennale Bern: KAPITAL
12. August 2012
Saisoneröffnung

31. Juli 2012
Abonnieren Sie das Kulturkuvert!
Zum Unkostenbeitrag von Fr. 25.- im Jahr erhalten Sie die Programmzeitung der Dampfzentrale als Teil des Kulturkuverts - zusammen mit dem Programm von Schlachthaus Theater, Kino Kunstmuseum, Kellerkino und Konzert Theater Bern - nach Hause geschickt. Hier bestellen ->>

19. Juli 2012
Die annahuber.compagnie. (Bern/Berlin) sucht für ihre neue Produktion drei professionelle TänzerInnen/ PerformerInnen. Auditon-Ateliers finden auf persönliche Einladung im August in Berlin und im September in Bern statt. Die Ausschreibung finden Sie hier.
12. Juli 2012
Die Dampfzentrale Bern sucht eine Mutterschaftsvertretung in den Bereichen Produktionsassistenz Tanz / Administration (80%) von Mitte September 2012 - Mitte Juli 2013. Die Ausschreibung finden Sie hier.
4. Juli 2012
Die Lange Nacht der elektronischen Musik
am Freitag, 6. Juli
22. Juni 2012
Das Tanzprogramm zum Saisonsabschluss
14. Juni 2012
Georg Weinand ist neuer Leiter der Dampfzentrale Bern

Der Vorstand der Dampfzentrale hat Georg Weinand zum neuen Leiter ernannt. Der 43-jährige deutschsprachige Belgier tritt seine Stelle Mitte Oktober an und will das Haus an der Aare als urbane «Kulturzentrale» für innovative Bühnenkunst positionieren. Die bisherige Ausrichtung soll zusammen mit dem Team ausgebaut und die Dampfzentrale als Ort für zeitgenössischen Tanz, Performance und Neue Musik weiter entwickelt werden. Darüber hinaus will die Dampfzentrale die Vielfalt kreativer Herangehensweisen dem Publikum in Zukunft akzentuierter und simultan anbieten.
Lesen Sie die Medienmitteilung hier ->>
Hören Sie ein Interview mit Georg Weinand auf Radio DRS hier ->>
Bericht 'Der Bund' vom 15. Juni 2012 hier ->>
Bericht 'Berner Zeitung' vom 15. Juni 2012 hier ->>
12. Juni 2012
Forschungslabor Freie Improvisation
Ein Kurs an 6 Abenden der WIM Bern
Freie Improvisation ist ein Abenteuer! In jedem Stück wird der Weg, der zu gehen ist, neu bestimmt. Wie orientieren wir uns dabei? Welche Entscheide sind zu treffen? Welche sind die daraus entstehenden Konsequenzen? Was sind die Voraussetzungen, damit eine Improvisation gelingen kann?
Das Forschungslabor Freie Improvisation ist ein sechsteiliger Kurs, der von der Werkstatt für improvisierte Musik Bern WIM angeboten wird.Es geht darin um eine intensive Auseinandersetzung mit Grundfragen der Musik und dem eigenen Instrument. In einer konstruktiven Atmosphäre besteht die Möglichkeit, gemeinsam Klangforschung zu betreiben und im Zusammenspiel auf die Spur der eigenen musikalischen Sprache zu kommen.
Kursdaten: 14., 21., 28. August; 4., 11., 18. September jeweils 19-21 Uhr.
Ort: Musikkeller Dampfzentrale, Marzilistrasse 47, Bern
Kurskosten: SFR 200.- / WIM-Mitglieder SFR 150.-
Anmeldung: info@andreas-kunz.ch oder 077 426 50 31
Leitung: Andreas Kunz (*1984) ist Violinist, Musiklehrer und Improvisator. Er studierte Violine an der Musik-Akademie Basel und an der Universität für Musik und darstellenden Kunst in Wien. 2010 erhält er den Titel «Master of Arts in Specialised Music Performance Freie Improvisation». Er beschäftigt sich intensiv mit den klanglichen Möglichkeiten seines Instruments im Rahmen seines Forschungsprojektes Neue Räume für Violine solo. Seit 2012 ist er Mitglied der WIM Bern und arbeitet dort im Vorstand mit.
12. Mai 2012
Vorschau: Die Lange Nacht der elektronischen Musik
Die diesjährige Lange Nacht der elektronischen Musik findet am 6. Juli statt. Dieses Jahr dürfen wir folgende Koryphäen der elektronischen Musik begrüssen:
Maja Ratkje (NO)
Scanner (UK)
Asmus Tietchens (D)
Christoph Heemann (D)
Weitere Infos gibt es hier>>>
2. - 13. Mai 2012
AUAWIRLEBEN 2012: FUTURE MEMORIES
30. Zeitgenössisches Theatertreffen Bern
21. - 27. April
Das Migros-Kulturprozent Tanzfestival STEPS ist noch bis zum 27. April in der Dampfzentrale zu Gast!
30. März 2012
Foetus kommt nun doch nicht in die Dampfzentrale...
Es war zu schön um wahr zu sein. Das vor wenigen Tagen verkündete, kurzfristig gebuchte Konzert von Manorexia, einem Projekt des New Yorker Künstlers JG Thirlwell, besser bekannt als Foetus, wird am 18. April doch nicht stattfinden können. Die ganze Tournee wurde abgesagt, weil eine in England ansässige Agentur ganz schön gepfuscht zu haben scheint, und einige der als fix gegoltenen Konzertdaten von den Clubs gar nie bestätigt wurden. Da Thirlwell nun vor einem Scherbenhaufen steht und ihm die geplante Tournee einen Riesenverlust einfahren würde, hat er sich schweren Herzens entschliessen müssen die ganze Europa-Tour (evt. mit Ausnahme der Show am Roadburn Festival) wieder abzusagen.

27. Februar 2012
Morton Feldman-Festival (8.-11. März)
Das Programm unseres 4-tägigen Morton Feldman-Festivals finde Sie hier >>>
26. Januar 2012
Festival HEIMSPIEL
Berner Tanzschaffen in der Dampfzentrale
27. Januar - 26. Februar 2012

16. Januar 2012
Shit & Schein am Freitag 20. Januar
4. Januar 2012
Sonic Mountains
Am 14. Januar stellen wir in der Dampfzentrale die Speerspitze der Schweizer Sound & Noise-Kultur vor. Unter anderem treten SUDDEN INFANT und NORBERT MÖSLANG auf, und Mike Reber aus Bern präsentiert sein neues Projekt PENDULUM NISUM. Über ihn wurde kürzlich auch ein Dokumentarfilm gedreht, welchen wir zum zweiten Mal öffentlich zur Aufführung bringen werden.
Weitere Infos gibt es hier: www.dampfzentrale.ch/sonic_mountains
12. Dezember 2011
Meisterklasse mit ROVA (San Francisco)
Improvisation mit Konzepten und Kompositionen
Meisterklasse mit dem ROVA Saxophone Quartet. Vom Di 21.Februar bis Do 23. Februar, im Musikkeller der Dampfzentrale.
Die Meisterklasse ist offen für SpielerInnen aller Instrumente, für VokalistInnen, Live-Elektroniker etc. Erfahrung mit Improvisation wird vorausgesetzt. Kurskosten: SFr. 400.-, resp. 300.- für WIM-Mitglieder
Anmeldung mit Adresse, Instrument, Links etc. spätestens bis zum 7. Januar 2011 an das sekretariat@wimbern.ch
22. November 2011
Byebye SAINT GHETTO

Mit dem 15-minütigen Lied «Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit» der Gruppe Ja, Panik ging am Sonntag das vierte Festival Saint Ghetto zu Ende. Noch steckt uns das Ghetto in den Knochen, aber wir schauen wohlgemut zurück: Marc Almond, Anika, Hauschka, Esben and The Witch, Ja, Panik, Carla Bozulich, Natalie Beridze, Bit-Tuner, Syg Baas, Dave Phillips und Kraut, es war schön euch hierzuhaben.
Ein fotografischer Rückblick gibt's hier:
www.saintghetto.blogspot.com
Den «Bund»-Bericht gibt's hier:
www.derbund.ch/kultur/pop-und-jazz/Der-Herbst-der-Aufrechten
Konzertberichte online gibt's hier:
http://newsnetz-blog.ch/kulturstattbern
15. November 2011
SAINT GHETTO steht vor der Tür
11. November 2011
SCORN abgesagt, BIT-TUNER bestätigt
Leider hat SCORN wegen Krankheit die gesamte Tournee absagen müssen, daher wird er am 19. November nicht am SAINT GHETTO-Festival auftreten können. Wir bedauern dies sehr, haben aber zumindest auf die Schnelle einen stilistisch sehr artverwandten Ersatz verpflichten können - den Zürcher BIT-TUNER, vielleicht der einzige überhaupt der in Sachen elektronischem Dub SCORN das Wasser reichen kann...

11. Oktober 2011
TANZ IN. BERN Internationales Festival
19. Oktober - 6. November 2011

Infos: www.tanzinbern.ch
Vorverkauf: www.starticket.ch
10. Oktober 2011
PixMix wird 50!
PixMix feiert am Mittwoch 12. Oktober Jubiläum mit der 50. Ausgabe! Infos >HIER

6. Oktober 2011
SHIT & SCHEIN
20. & 21. Januar 2012
3. Oktober 2011
SAINT GHETTO 2011
Das Programm für das diesjährige Musikfestival SAINT GHETTO der Dampfzentrale, welches vom 18. - 20. November stattfindet, steht!

Marc Almond(UK)
Anika (UK)
Ja, Panik (D)
Esben And The Witch (UK)
Evangelista / Carla Bozulich (USA)
Scorn (UK)
Natalie Beridze (GE)
Hauschka (D)
Dave Phillips (CH)
Syg Baas (CH)
Kraut (CH)
Infos hier: www.dampfzentrale.ch/saintghetto
Vorverkauf hier: www.starticket.ch
13. September 2011
Robert Walser kommt

Das Musikfestival Bern hat das erste Wochenende hinter sich. Am Stadttheater und 13 anderen Berner Veranstaltungsorten hängen die grünen Wimpel und künden von diesem ganzstädtischen Anlass. Im Sinne eines ersten Rückblicks hier eine kleine Presseschau:
www.bernerzeitung.ch/region/Theater-wird-zum--Ozeandampfer-/story/12585300
www.derbund.ch/kultur/theater/Im-Assoziationsgewitter-unterwegs/story/14085165
www.derbund.ch/kultur/pop-und-jazz/Die-Zuendschnur-brennt/story/30911354
Dass das Musikfestival in der Dampfzentrale für den Schriftsteller Robert Walser einen Schwerpunkt setzt, ist auch der NZZ einen Hinweis wert:
www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/der_gluecksfall_bern_1.12393360.html
Das Walser-Programm auf einen Blick hier:
www.dampfzentrale.ch/de/programm.html?show=17.9.2011&fid=46#e1837
30. August 2011
Saisoneröffnung
Guten Tag wertes Publikum
Lassen wir das unbeständige Sommerwetter und andersartige Turbulenzen hinter uns - willkommen im Kulturherbst! Die Dampfzentrale eröffnet die Saison 2011/12 mit einem Doppelabend. Am 2. & 3. Septemberservieren wir Ihnen einen süffigen Cocktail aus Tanz, Performance, Installation und Musik. Meg Stuart ist eine der erfolgreichsten und wichtigsten Choreografinnen der Gegenwart. Wir zeigen ihr neues Stück«Violet» als Schweizer Premiere. Anschliessend werden Richard Haynes,Cathy Van Eck und Daniel Ploeger ein Projekt zum Thema «Dampf» vorstellen: Ein erlebnisreicher Parcours zwischen Konzert, Performance und Installation. Zum Abschluss lassen Mat Pogo & Ignaz Schick in einer Instant-Performance wundersame Klänge erklingen. Damit der Kulturherbst auch richtig in Fahrt kommt, warten wir nach dem Auftakt mit Meg Stuart und Co. gleich mit weiteren Highlights auf. Darum empfehlen wir Ihnen, das Programm des Musikfestivals (9.-18. September), des Heimspielsatellits (23.-25. September), sowie des Festivals Mikroton (7./8. Oktober) genau zu studieren. Und natürlich: Die vierte Ausgabe des internationalen Festivals TANZ IN. BERN findetvom 19. Oktober bis 6. November statt. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen erbaulichen Restsommer.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen erbaulichen Restsommer.
Christian Pauli und Roger Merguin

4. Juli 2011
Wir wünschen einen schönen Sommer!
Die Dampfzentrale bleibt bis am 30. August geschlossen. Das Sekretariat der Dampfzentrale ist vom 23. Juli bis 7. August nicht besetzt.
Am 2. & 3. September starten wir mit einem Spektakel in die neue Saison: Meg Stuart mit der neuen Produktion «Violet», Daniel Ploeger, Cathy van Eck, Richard Haynes, Mats Pogo und Ignaz Schick läuten den Kulturherbst mit einem reich befrachteten Abend zwischen zeitgenössischem Tanz, installativer Musik und freier Improvisation ein. Wir freuen uns Sie nach dem Sommer wieder bei uns zu begrüssen!

29. Juni 2011
Vorschau zur «Langen Nacht der elektronischen Musik» in der Berner Kulturagenda

28. Juni 2011
Glückwunsch für die Lange Nacht
Heute erreichen uns nette Zeilen aus Berlin: «Erneuten Glückwunsch für diese Programmation! Ich bin stolz auf Euch, stolz auf Bern!» Geschickt hat sie Marco Maria, Bern-gebürtiger Komponist und Pianist: vimeo.com/24457853
21. Juni 2011
Benoît Lachambre
Wir bedauern, Ihnen anzukündigen, dass Benôit Lachambre an der Vorstellung «Is You Me» von PAR.B.L.eux/ Benoît Lachambre & Louise Lecavalier & Hahn Rowe & Laurent Goldring (CAN/USA/FR) aus unvorhersehbarem Grund nicht teilnehmen kann. Seine Partnerin Louise Lecavalier wird eine abgeänderte Version des Stücks zeigen.
10. Juni 2011
Tanz und Musik in der Dampfzentrale

Mit der Tanzperformance «Is You Me» von PAR B.L.eux/ Benoît Lachambre & Louise Lecavalier & Hahn Rowe & Laurent Goldring (CA/ USA/ FR) und dem anschliessenden Konzert von Hahn Rowe präsentieren wir am Samstag, 25. Juni einen Abend, in dem innovatives, zeitgenössisches, interdisziplinäres und spartenübergreifendes Tanzschaffen auf experimentelle, zeitgenössische, urbane Musik trifft.
Den choreografischen Grenzgänger Benoît Lachambre kennt man von seiner mehrjährigen Zusammenarbeit mit Meg Stuart/Damaged Goods, insbesondere aus deren gemeinsamen Arbeit «Forgeries, Love and Other Matters». Die weltberühmte Tanzvirtuosin Louise Lecavalier hingegen sorgte in den 80er Jahren als Startänzerin bei La La La Human Steps für Furore und hat 1990 in «Sound and Vision» von David Bowie und 1992 im Konzert «The Yellow Shark» von Frank Zappa getanzt. Der renommierte französische Medienkünstler Laurent Goldring, dessen Arbeiten über das Körperbild heute Klassiker sind, hat schon mehrmals mit Xavier Le Roy und Jean-Michel Rabeux zusammen gearbeitet. Hahn Rowe ist ein international bekannter Violonist, Gitarrist, Produzent und Komponist, und einer der wenigen Musiker, die gleichermassen im Rockzirkus als auch im zeitgenössischen Tanzschaffen – insbesondere als Soundlieferant der berühmten Choreografin Meg Stuart – Fuss fassen konnten. Er ist ein vielgefragter Session Player der New Yorker Musikszene, betätigt sich aber auch als DJ und unterhält mit Somatic ein sporadisch aktives Drum‘n’Bass-Projekt. Die Tatsache, dass Hahn Rowe zusammen mit PAR/B.L.eux während zweier Tage das Stück «Is You Me» aufführt, haben wir zum Anlass genommen, eines seiner seltenen Solokonzerte zu präsentieren. Konventionen zwischen Tanz und Musik werden hier gebrochen. Ein Abend, so wie wir ihn uns immer wünschen würden!
Einen Ausschnitt aus dem Tanzstück «Is You Me» finden Sie auf YOUTUBE:
http://www.youtube.com/watch?v=e5DXjJ9QG8s
7. Juni 2011
Rückblick auf das 7. Community Arts Festival

Der Bund; 06.06.2011:
Lilith, die widerspenstige Schöne
«Ich bin Lilith mit den weissen Brüsten. Unwiderstehlich ist mein Zauber, denn meine Haare sind schwarz und lang, und aus Honig sind meine Augen.» Poetisch und von betörender Sinnlichkeit ist die Sprache, in der Lilith spricht, die erste von Gott erschaffene Frau – und die aus dem Paradies floh, weil sie sich Adam nicht unterordnen wollte. Ein Text der libanesischen Autorin Joumana Haddad liegt der Musiktheater-Produktion «Lilith’s Return» zugrunde, die im Rahmen des Community Arts Festival in der Dampfzentrale gezeigt wurde (siehe «Bund» vom 1. Juni). Eine eigentliche Handlung hat das Stück nicht (Bühnenfassung und Regie: Frank Krug), es lebt vielmehr von Stimmungen, Andeutungen und Symbolen, die geschickt miteinander verknüpft werden. Der Lehm etwa ist ein solches Symbol, hier von einem Gott im Nadelstreifenanzug geformt und in schiefergrauen Schachteln archiviert, da an Liliths Händen klebend oder auf die blütenweise Bühnenwand gestrichen. Oder Licht und Schatten, die in sich auch die Thematik der Verdrängung und der Ausgrenzung tragen. Eine Thematik, welche die drei Schauspielerinnen mit ihrer blossen Erscheinung in den Raum stellen: Es sind junge Frauen mit Down Syndrom.
Dank ihnen gerät die Wiederkehr der geheimnisvollen Lilith zum berührenden Erlebnis. Weit gefehlt, wer sich in vorauseilender politischer Korrektheit vorgenommen hatte, den Schauspielerinnen einen grosszügigen Behindertenbonus zu gewähren. Denn: Sie berühren als Künstlerinnen und nicht in ihrer Eigenschaft als Behinderte. Ihr Anderssein ist zwar offensichtlich und fasziniert vermutlich zusätzlich. Aber: Da ist eine Eindringlichkeit im Gesprochenen und im körperlichen Ausdruck, die eine Regung wie Mitleid geradezu absurd erscheinen lässt. Staunend lauscht man dem sprachlichen Timing, der sehr subtilen Balance zwischen Sprechen und Pausieren, die künstlerisch so stimmig ist, wie man es sich von «geistig Behinderten» nie hätte träumen lassen. Die orientalisch inspirierte Musik von Mahmoud Turkmani umwebt die sinnlich-schwülstige, stets im Vagen verbleibende Atmosphäre perfekt. Der gebürtige Libanese liess sich in formalen Fragen vom arabischen Originaltext inspirieren und unterläuft wie Haddad in ihrer literarischen Sprache bewusst die tradierten Formen der arabischen Kunst. Für westliche Ohren klingt die Komposition für fünfköpfiges Ensemble (Violine, Viola, Kontrabass, Oud, Gitarre und Perkussion) über weite Strecken improvisiert, sie ist jedoch vollständig auskomponiert. Beeindruckend.
Gisela Trost
26. Mai 2011
Roger Merguin verlässt die Dampfzentrale Bern
Der Vorstand der Dampfzentrale gratuliert Roger Merguin ganz herzlich zu seiner Berufung als neuer Leiter des Theaterhauses Gessnerallee Zürich per August 2012. Auch wenn der Vorstand und das gesamte Team seinen Abgang in Bern sehr bedauert, erfüllt es ihn auch mit Stolz, dass sich Merguin mit seiner engagierten Arbeit an der Dampfzentrale für das Theaterhaus Gessnerallee erfolgreich empfehlen konnte.
Merguin hat während seiner Tätigkeit in Bern als Co-Leiter einen wichtigen Beitrag zur Neupositionierung und Profilierung der Dampfzentrale als Zentrum für zeitgenössischen Tanz und Musik geleistet. Seine professionelle Vernetzung und seine fundierten Kenntnisse der aktuellen Tanzszene haben dazu beigetragen, dass die Dampfzentrale national und international als profiliertes Haus für Tanz wahrgenommen wird. Merguin hat es zudem geschafft, innerhalb weniger Jahre das Festival „Tanz in Bern“ als wichtiges internationales Festival für zeitgenössischen Tanz erfolgreich zu positionieren.
Der Vorstand hat in seiner letzten Sitzung das Vorgehen für die Neuberufung der Stelle festgelegt. Die Ausrichtung auf die Sparten zeitgenössischen Tanz und Musik wird dabei nicht grundlegend in Frage gestellt, zumal der Leistungsvertrag, der am 15. Mai von der Bevölkerung gutgeheissen wurde und am 1.1.2012 in Kraft tritt, diese Grundlinien vorgibt.
Die neue Ausgangssituation soll dafür genutzt werden, eine Standortbestimmung zu machen und über die Zukunft der Dampfzentrale zu reflektieren. Aus diesem Grund will der Vorstand in einem ersten Schritt Kulturschaffende, die in enger Verbindung mit der Dampfzentrale stehen, aber auch aussen stehenden Personen zu einem Austausch im Rahmen eines Sounding Board einladen.
In einem weiteren Schritt wird der Vorstand eine Findungskommission berufen, die die Ausschreibung und Besetzung der neuen Leitung Tanz an die Hand nehmen soll. Diese Findungskommission soll noch vor den Sommerferien bestellt werden, damit sie im August ihre Arbeit aufnehmen kann. Die neue Leitung soll gegen Ende Jahr feststehen.
Heute in «Der Bund»: www.derbund.ch/bern/Kuenftig-laesst-er-es-in-Zuerich-tanzen/story/10535797
16. Mai 2011
Wuchtiges JA für die Dampfzentrale – Stadt Bern bejaht zeitgenössisches Kulturzentrum
Knapp 73 Prozent der Berner Stimmberechtigten haben am Wochenende JA gesagt zur Dampfzentrale. Das Resultat ist überraschend deutlich ausgefallen und keine Selbstverständlichkeit für ein Haus das sich durch ein «sperriges, avantgardistisches Nischenprogramm» («Der Bund») auszeichnet.
Die Dampfzentrale möchte sich beim Berner Stimmvolk, dem Stadt- und Gemeinderat für das grosszügige Vertrauen bedanken. Besonders danken wir auch all jenen Kulturschaffenden, Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die uns in den letzten Monaten so toll unterstützt haben! Für uns soll es ein Zeichen sein, unser Programm undogmatisch, eigenständig und breit abgestützt weiter zu führen.
In der Stadt Bern ist über die Dampfzentrale, die vor über 20 Jahren gegründet worden ist, zum ersten Mal abgestimmt worden. Zum ersten Mal haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aber auch über ein Berner Kulturzentrum mit explizit zeitgenössischer Ausrichtung – in den Sparten Tanz und Musik – befunden. Die hohe Zustimmung werten wir al